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Samstag, Oktober 1, 2022

Sportartikel-Produzent Peleton macht Milliardenverlust

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Während der Corona-Krise waren Sportgeräte für Zuhause sehr gefragt. Inzwischen ist der Hype vorbei. Das bekommt auch Peleton zu spüren.

Der Sportartikel-Spezialist Peloton hat das vergangene Quartal mitten in einem großangelegten Umbau mit einem Milliardenverlust abgeschlossen. Unterm Strich sammelte sich ein Fehlbetrag von gut 1,24 Milliarden Dollar an (1,24 Mrd. Euro), nach roten Zahlen von 313 Millionen Dollar ein Jahr zuvor. Der Umsatz sackte in dem Ende Juni abgeschlossenen vierten Geschäftsquartal um über 28 Prozent auf knapp 679 Millionen Dollar ab, wie die New Yorker Firma am Donnerstag mitteilte.

Peloton hatte zu Beginn der Pandemie stark von der Schließung von Fitnessstudios profitiert. Die Verkäufe der Trainings-Bikes und Laufbänder der New Yorker Firma sprangen hoch, Interessenten mussten zum Teil lange auf ihre Geräte warten. Peloton interpretierte den Schub allerdings nicht als Sonderkonjunktur, sondern als Beginn einer Wachstums-Ära und investierte in den Ausbau der Kapazitäten bis hin zum Bau einer Fabrik in den USA.

Das erwies sich als schwerwiegende Fehlkalkulation: Mit der Aufhebung von Corona-Einschränkungen ging das Interesse an Geräten der Firma wieder zurück, Peloton saß auf hohen Lagerbeständen, der Bau der Fabrik in den USA wurde wieder abgebrochen. Im Juli beschloss Peloton dann, die Geräteproduktion ganz an einen Auftragsfertiger auszulagern. Von dem operativen Verlust von 1,2 Milliarden Dollar gehe rund ein Drittel auf die Umbaumaßnahmen zurück, schrieb Firmenchef Barry McCarthy.

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