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Samstag, Oktober 1, 2022

Laut Studie: USA wird voraussichtlich wichtigster LNG-Lieferant für EU

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Um die Gasversorgung zu sichern, baut Deutschland mehr auf Flüssigerdgas. Die USA könnte in dem Zusammenhang noch eine entscheidende Rolle spielen.

Die USA werden in Zukunft laut einer Studie voraussichtlich der wichtigste Lieferant für verflüssigtes Erdgas (LNG) in Deutschland und Europa. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Donnerstag vorgestellte Untersuchung des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität zu Köln (EWI) im Auftrag des Branchenverbandes Zukunft Gas.

Die Studie untersucht in verschiedenen Szenarien den künftigen Gashandel zwischen der Europäischen Union (EU) und Russland und deren Auswirkungen auf die globalen Handelsbeziehungen. “Klares Ergebnis: Der europäische Bedarf nach LNG steigt deutlich”, teilte der Branchenverband mit.

Zusätzliches Pipeline-Gas könne nur in begrenztem Umfang von Norwegen, Aserbaidschan und Algerien bezogen werden. Die Lücke der russischen Gaslieferungen müsse daher mithilfe von LNG-Importen gefüllt werden, hieß es. “Dabei könnten LNG-Lieferungen aus den USA die größte Rolle auf dem europäischen Markt übernehmen.”

Importe der USA steigen deutlich

In allen untersuchten Szenarien stiegen die Importe der USA gegenüber dem Jahr 2021 deutlich an. Sollte zwischen Russland und der EU kein Gas gehandelt werden, geht die Studie für 2030 von einem USA-Anteil an den Gesamtimporten der EU von 39 Prozent aus, unter der Voraussetzung, dass bis dahin genügend Verflüssigungsanlagen gebaut werden.

“Damit würde sich die EU neben Asien zu einem der wichtigsten Absatzmärkte für Erdgas aus den USA entwickeln.” Norwegen kommt in dem Szenario auf 28 Prozent Lieferanteil. Wie sich eine bislang nicht begonnene Förderung von sogenanntem Frackinggas in Deutschland auf die Gasmärkte auswirken würde, wurde in der Studie nicht untersucht.

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