Hapag-Lloyd präsentierte Zahlen des Ausnahmejahres 2021

Containerreedereien gehören zu den finanziellen Gewinnern der Coronapandemie und der von ihr ausgelösten Störungen der globalen Lieferketten. Das ist bei der Hamburger Reederei Hapag-Lloyd nicht anders. Am Donnerstag (11.00 Uhr) wollen Vorstandschef Rolf Habben Jansen und sein Finanzchef Mark Frese im Detail bekannt geben, wie das Geschäftsjahr gelaufen ist.

Bereits bekannt ist, dass Hapag-Lloyd den Aktionäre angesichts sprudelnder Gewinne je Aktie 35 Euro Dividende zahlen will. Das ist das Zehnfache dessen, was für das bereits profitable Jahr 2020 ausgeschüttet wurde. Auf Basis vorläufiger Zahlen hat die Containerreederei mit einem Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) von 9,4 Milliarden Euro abgeschlossen, nach 1,3 Milliarden Euro im Jahr zuvor.

Wesentlicher Treibstoff für die Gewinnexplosion 2021 sind seit langem knappe Kapazitäten, gestörte Lieferketten und hohe Nachfrage nach Transportleistungen. Diese Faktoren treiben die Preise – im Branchenjargon Frachtraten – für Transporte auf See in die Höhe. Eine wichtige Rolle für die Kalkulationen der Reedereien dürften auch die zuletzt rasant steigenden Kraftstoffpreise spielen. Erwartet werden auch Aussagen, welche Auswirkungen der Krieg in der Ukraine für die Logistikbranche haben wird. Große Containerreedereien wie Maersk, MSC und Hapag-Lloyd nehmen nach dem russischen Angriff auf das Nachbarland keine Buchungen mehr für Transporte von und nach Russland an.

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