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Mittwoch, Mai 25, 2022

Drohender Benzinkollaps: Raffinerie in Schwedt braucht Milliardenhilfen

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Benzinknappheit in Berlin? Davor warnt der brandenburgische Ministerpräsident Dietmar Woidke im Falle eines Ölembargos. Er fordert deshalb zwei Milliarden vom Bund für die Raffinerie in Schwedt.

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) dringt auf Milliardenhilfe des Bundes, um die Auswirkungen eines Ölembargos für die PCK-Raffinerie Schwedt und Brandenburg zu beherrschen. “Ich rechne damit, dass der Bedarf ungefähr bei zwei Milliarden Euro liegt”, sagte Woidke dem “Tagesspiegel”. Er werde diese Summe auch beim Bund einfordern.

Kritik übte Woidke an Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne), der infolge eines Lieferstopps für Öl aus Russland regionale Treibstoffengpässe in Ostdeutschland nicht ausschloss. Deutschland brauche überall eine sichere Versorgung. Woidke warnte vor Folgen einer Benzinknappheit für die Wirtschaft, für die Bevölkerung, für den Pendlerverkehr in der Hauptstadtregion. Ein Kollaps müsse ausgeschlossen werden.

Die Raffinerie versorgt die Region Berlin und Brandenburg zu 95 Prozent mit Benzin, Heizöl sowie Kerosin. Ein Straucheln der Raffinerie hätte somit auch Folgen für den Flughafen BER. Besonders kleinere Flugzeuge und Urlaubsflieger müssten dann auf andere Flughafen ausweichen, etwa Hannover.

Schwedt ist noch immer in der Hand von Rosneft

In der EU laufen Gespräche über ein Einfuhrverbot von russischem Öl in sechs Monaten. Die Raffinerie PCK im brandenburgischen Schwedt/Oder ist aktuell auf russisches Öl aus der Pipeline “Druschba” (Freundschaft) spezialisiert.

Zudem stellen die Besitzverhältnisse die Bundesrepublik vor weitere Herausforderungen. Denn die Raffinerie gehört zum größten Teil Rosneft Deutschland. Diese ist wiederum eine Tochtergesellschaft des russischen Staatskonzerns Rosneft, dessen Aufsichtsratschef Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) ist.

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