Aktien Osteuropa Schluss: Hoffnung bringt Erholungsschub vor allem in Moskau

PRAG/BUDAPEST/WARSCHAU (dpa-AFX) – Die wichtigsten Börsen in Osteuropa haben am Freitag einen klaren Erholungsschub bekommen. Während die russische Armee bei ihrem Angriffskrieg auf die Ukraine bis in die Hauptstadt Kiew vorgedrungen ist, wurden Anleger international ermuntert davon, dass Russland nach Kreml-Angaben bereit sein soll zu Friedensverhandlungen.

Dank dieses Hoffnungsschimmers erholte sich die Moskauer Börse deutlich von ihrem Einbruch um fast 40 Prozent am Vortag. Der russische RTS-Index konnte nun wieder Boden gut machen, indem er um 26 Prozent auf 936,94 Punkte anzog.

Auch an den anderen bedeutenden Osteuropa-Börsen gab es eine schwungvolle Erholung nach den dort ebenfalls deutlichen Vortagsverlusten.

Der tschechische PX stieg um 3,31 Prozent auf 1382,66 Punkte. In einem Umfeld international besonders stark erholter Banken zogen die Titel der Komercni Banka um 8,2 Prozent an. Jene der in Prag zweitnotierten Erste Group folgten dem deutlich nach oben.

Noch stärker war der Erholungsschub in Warschau, wo der Wig-20 -Index 8,44 Prozent auf 1970,78 Punkte zulegte. Im Nachbarland der Ukraine hatte der Vortagesabschlag fast elf Prozent betragen. Auch hier waren Bankentitel nach dem Kurssturz am Vortag wieder heftig gefragt. Die Titel der PKO Bank schossen um 13,3 Prozent hoch und jene der Bank Pekao sogar um 17,1 Prozent. Im Rohstoffsektor zogen KGHM um 9,3 Prozent an.

Deutlich aufwärts ging es auch an der Börse in Budapest. Der Bux -Index gewann dort nach dem fast zehnprozentigen Rückgang am Donnerstag nun 6,9 Prozent auf 45 769,16 Punkte. Die auffälligste Kursbewegung unter den Schwergewichten absolvierten die Papiere der OTP Bank mit einem Zuwachs von 13,4 Prozent. Fast 90 Prozent des Handelsvolumens in Budapest entfielen am Freitag auf die OTP-Aktie.

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