Aktien Osteuropa Schluss: Gewinne in Moskau – Entspannung im Ukraine-Konflikt

PRAG/BUDAPEST/WARSCHAU (dpa-AFX) – Die Börsen in Osteuropa haben am Montag mit teils deutlichen Aufschlägen geschlossen. Die Anlegerstimmung hellte sich merklich auf, nachdem sich im Ukraine-Russland-Konflikt zuletzt eine Entspannung angedeutet hatte. Russland will eigenen Angaben zufolge einen Teil seiner Truppen nahe der ukrainischen Grenzen zurückziehen. Zuletzt sagte Russlands Außenminister Sergej Lawrow, dass der Dialog mit den USA und der NATO über die von Russland geforderten Sicherheitsgarantien fortgesetzt werde.

Am größten waren die Kursgewinne an der Moskauer Börse. Der russische RTS-Index schloss mit einem Aufschlag in Höhe von 5,05 Prozent auf 1498,04 Punkte. Er war seit Ende Oktober um mehr als ein Viertel eingebrochen, zuletzt belastet vom Konflikt um die Ukraine.

An der Prager Börse legte der tschechische Leitindex PX um 0,36 Prozent zu auf 1452,92 Punkte. Die Papiere des Index-Schwergewichts CEZ gewannen ein Prozent an Wert. In einem Rechtsstreit mit dem tschechischen Bahnbetreiber SZ entschied der oberste Gerichtshof zugunsten des Energieversorgers CEZ, schrieben Analysten der Erste Bank.

Der Getränkehersteller Kofola hat im Finanzjahr 2021 den Umsatz um 7,1 Prozent gesteigert. Das operative Ergebnis verbesserte sich um 9,2 Prozent. Die Titel verteuerten sich um 0,96 Prozent.

Der ungarische Leitindex Bux ging mit plus 0,07 Prozent auf 51 295,36 Zähler nur knapp höher aus dem Handel. Die Anteilsscheine des Pharmakonzerns Gedeon Richter kletterten um 0,7 Prozent nach oben. Die Analysten der Erste Bank haben ihre Schätzung für das Ergebnis 2021 hochgeschraubt. Ende des Monats wird Gedeon Richter die Zahlen präsentieren. Die Papiere des Ölkonzerns Mol notierten unverändert. Leichte Abgaben gab es bei der OTP Bank mit minus 0,3 Prozent.

An der Warschauer Börse gab es dagegen kräftige Gewinne. Der Wig-20 legte 2,22 Prozent auf 2209,70 Punkte zu. Der breiter gefasste Wig stieg um 2,18 Prozent auf 67 532,04 Zähler. Die polnische Wirtschaft war im letzten Quartal 2021 mit plus 7,3 Prozent stärker als erwartet gewachsen.

Für den Bergbaukonzern KGHM ging es um 2,2 Prozent nach oben. Nach zuletzt starken Verlusten konnten die Papiere des Produzenten von Kokskohle JSW um 5,6 Prozent kräftig zulegen.

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