
Zum Fasching
Münchner Wirte experimentieren mit Krapfen und Weißwurst
16.01.2026 – 17:52 UhrLesedauer: 1 Min.
Zwei Klassiker in einem? Das verspricht ein gewagtes Experiment in München. Die berühmte Münchner Weißwurst soll zum Faschingsgebäck werden.
Münchner Gastronomen haben für den kommenden Faschingsdienstag (17. Februar) eine ungewöhnliche kulinarische Kreation entwickelt. Der sogenannte Weißwurstkrapfen soll dann in mehreren bekannten Lokalen der Innenstadt angeboten werden.
Die Idee zu der närrischen Spezialität stammt von Thomas Vollmer, dem Wirt des Augustiner Stammhauses. Er habe sich gefragt, was speziell in München zum Krapfen passen könne. „Was hat mehr Münchner DNA als die Münchner Weißwurst“, sagt er.
Für die Umsetzung arbeitete Vollmer mit der Conditorei Kreutzkamm zusammen. Sie entwickelten eine Riesen-Weißwurst von etwa zehn Zentimetern Durchmesser und 40 Zentimetern Länge. Eine Scheibe davon kommt in einen aufgeschnittenen Krapfen.
Die Kombination verfeinern die Wirte mit einer Mischung aus Münchner Weißwurstsenf und Düsseldorfer Löwensenf. „Da bringen wir nochmal Schärfe und einen Schwung Karneval mit rein“, erklärt Tobias Ranzinger, Sprecher der Innenstadtwirte.
Konditorin Katharina Kreutzkamm-Aumüller betont, der Krapfenteig sei derselbe wie für alle anderen Krapfen. Er enthalte etwas Zucker für das Aroma sowie eine Spur Vanille und Orange. Münchens Wirtschaftsreferent Christian Scharpf zeigte sich nach einer Verkostung begeistert von der Faschings-Spezialität. „Da gehört auf alle Fälle ein Bier dazu“, empfahl der SPD-Politiker.
Wer auf den Geschmack kommen möchte, kann den Weißwurstkrapfen am Faschingsdienstag unter anderem im Hofbräuhaus, im Augustiner am Dom und im Augustiner Stammhaus probieren.