Laut dem Bericht im „Freitag“ habe der Sender „den Beitrag über Nacht verändert“, weil Beschwerden von Eltern der Schule eingegangen seien. Diese monierten, es sei überhaupt nicht klar gewesen, dass es der Redaktion von „Klar“ nur um den „angeblichen Pausenbrot-Krieg“ ging. Kinder berichteten demnach von Gesprächen, in denen es sehr allgemein um die Schule ging.

„Ich bin bedrückt und wütend, es macht mich betroffen“, zitierte die Zeitung eine Mutter mit Verweis auf die offenbar verfälschte Darstellung in der Sendung. „Von der Schule wurde uns gesagt, der Beitrag sei über Diversität an Neuköllner Schulen. Ich habe die Unterschrift im Vertrauen gesetzt, weil es ja der BR war“, sagte Tina Stampfl, die Mutter eines gefilmten Kindes, das nun aus dem Beitrag entfernt wurde, in dem Bericht.

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Der Bayerische Rundfunk wehrt sich in seiner Stellungnahme jetzt gegen diese Vorwürfe. „Die Redaktion informierte die Schule von Beginn an klar über den Fokus der Dreharbeiten: Fasten im Ramadan als Konfliktthema auf dem Schulhof und die Bedeutung religiöser Toleranz“, erwidert der Sender in einer Mail an t-online. Man habe die Bildungsanstalt zudem „ausdrücklich als Vorzeigeschule“ gewürdigt.

Es sei darauf hingewiesen worden, dass es im vergangenen Jahr gewisse Probleme mit dem Fasten unter Kindern gegeben habe. Diese „früheren Konflikte sind durch einen Elternbrief der Schulleitung dokumentiert, aus dem diese in der Sendung auch zitiert“, so der BR.

Im „Freitag“ kritisierten Eltern, dass aus dem Fernsehbeitrag nicht hervorgehe, dass es dieses Jahr keine Probleme mehr gab und die Schule sich sehr professionell darum gekümmert habe. In der Sendung werde ein falscher Eindruck vermittelt und in einen „reißerischen Kontext“ eingebettet, so der Vorwurf. Julia Ruhs selbst hat sich bisher nicht zu dem Wirbel um ihre neue Sendung geäußert.

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