„Regelrechte Wasserströme“

Wirbelsturm fegt über Stadtfest in Italien – Verwüstungen


Aktualisiert am 16.03.2026 – 19:55 UhrLesedauer: 2 Min.

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Im Video: Wirbelsturm verwüstet italienischen Urlaubsort (Quelle: Social Media)

Hunderte Menschen feiern ausgelassen auf einem Stadtfest. Innerhalb von Sekunden kippt das Wetter. Dann geht alles ganz schnell.

Ein Wirbelsturm ist am Sonntagabend durch die italienische Stadt Cosenza gefegt und hat erhebliche Schäden verursacht. Zum Zeitpunkt des Unwetters fand im Zentrum das Stadtfest „Fiera di San Giuseppe“ statt. Um nicht verletzt zu werden, sollen Hunderte Händler und Besucher die Flucht ergriffen haben, berichtete die italienische Zeitung „Calabria Diretta News“.

Laut dem Bericht wurden bei dem Unwetter zahlreiche Stände aus den Verankerungen gerissen. Starke Windböen und sintflutartige Regenfälle sorgten demnach dafür, dass die ausgelassene Stimmung innerhalb kürzester Zeit kippte.

Die Planen vieler Zelte seien zerfetzt worden, die ausgelegten Waren über den Platz geflogen und durch die Regenmengen unbrauchbar geworden, hieß es weiter. Die Straßen hätten sich teilweise in „regelrechte Wasserströme“ verwandelt, berichtete die Zeitung.

Auch an anderen Stellen in der Stadt hinterließ das Unwetter seine Spuren: So seien mehrere große Bäume entwurzelt worden und auf geparkte Autos gestürzt. Auch der Verkehr sei stark beeinträchtigt gewesen, hieß es weiter. Verletzt wurde niemand.

Bereits in der Nacht zu Montag hätten erste Aufräumarbeiten stattgefunden, berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Zudem sollen einige Händler in Schulturnhallen untergebracht worden sein.

Um weitere Risiken zu verhindern, blieben alle Schulen in Cosenza am Montag geschlossen, meldete die Zeitung „Calabria Diretta News“. Zudem kündigte der Bürgermeister der 63.000-Einwohner großen Stadt, Franz Caruso, eine Schadensbegutachtung für Montag an. Erst danach könne das Ausmaß der Schäden beziffert werden.

Die Entscheidung, das Fest trotz der Wetterlage am Sonntag durchzuführen, stößt auf Kritik. „Man musste kein Wissenschaftler sein, um vorherzusehen, was auf der Fiera di San Giuseppe passieren würde“, schrieb der lokale Journalist Gabriele Carchidi in einem Beitrag bei Facebook. „Der ‚Zyklon‘ war schon seit Tagen angekündigt, aber im Rathaus hat das offenbar niemand bemerkt“, führte er aus. Aus seiner Sicht sollte sich der Bürgermeister „vor Scham verstecken“, da er sich trotz dieser Wetterprognose dafür entschieden habe, den Markt stattfinden zu lassen.

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