
Ausflugstipp im Winter
Winterwandern um Berliner See mit historischer Villa
Aktualisiert am 08.02.2026 – 13:44 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine berühmte Villa, Wanderwege und ein ungewöhnlicher Name: Der Hundekehlesee in Berlin ist auch im Winter ein beliebtes Ausflugsziel.
Über sieben Hektar groß und Teil des Hundeauslaufgebietes im Grunewald: An den Ufern des Hundekehlesees können Spaziergänger nicht nur im Sommer eine kleine Wanderung unternehmen.
Von Villen umsäumt, liegt er direkt am Grunewaldsee und wird auch von ihm gespeist. Doch woher stammt der kuriose Name?
Hinter dem Namen steckt eine Funktion: „Hundekehle“ hieß im damaligen Sprachgebrauch so etwas wie „Hundehütte“. Auf alten Karten wurde solch eine Hütte nämlich unweit des Sees verzeichnet. Zudem hatte es in der Nähe des Forsthauses Grunewald einen Hundezwinger gegeben.
Die Haltung der Hunde diente damals einem Ziel: der Jagd. Denn im Grunewald fanden damals Treibjagden statt. Zahlreiche Jagdschlösser wurden deshalb dort erbaut.
Wer heute den Wanderweg rund um den See bestreitet, kann einen Blick auf eine bekannte Villa werfen. Denn die Villa Konschewski wurde zwischen 1922 und 1924 vom berühmten Architekten Oskar Kaufmann entworfen und gebaut. Der jüdisch-ungarische Architekt entwarf ebenfalls die Berliner Volksbühne sowie das Hebbeltheater in der Stresemannstraße.
Am besten erreichen Ausflügler den See mit der S-Bahn-Linie 7 in Richtung Potsdam Hauptbahnhof. Am S-Bahnhof Grunewald müssen Berliner dann aussteigen, von dort sind es nur wenige Gehminuten dorthin. Alternativ kann auch die S3 bis zur Messe Süd genommen werden. Dann dauert es zu Fuß jedoch noch knapp 30 Minuten.
Autofahrer kommen am schnellsten über die Stadtautobahnen A100 und A115 zum Ausflugsziel. In Höhe der Auerbachstraße muss man dann abfahren.