„Nochmal zimmerhoch gebrannt“

Wieder Flammen am „Eagle’s Nest“ von Adolf Hitler

Aktualisiert am 25.10.2026 – 14:36 UhrLesedauer: 1 Min.

Das Kehlsteinhaus auf dem Obersalzberg bei Berchtesgaden: Es wurde durch einen Brand schwer beschädigt. (Quelle: Jason Tschepljakow/dpa)

Am Kehlsteinhaus am Obersalzberg lodert das Feuer nach dem Großbrand erneut auf. Die Feuerwehr muss in der Nacht wieder zum „Eagle’s Nest“ von Adolf Hitler ausrücken und löschen.

Nach dem Großbrand am historischen Kehlsteinhaus auf dem Obersalzberg ist das Feuer in der Nacht zum Sonntag erneut aufgeflammt. Es habe „nochmal zimmerhoch gebrannt“, sagte ein Polizeibeamter. Die Feuerwehr rückte demnach aus und löschte die Flammen. Dass ein Feuer wegen Glutnestern nach dem eigentlichen Brand wieder aufflackert, sei nicht unüblich, sagte er.

Am Kehlsteinhaus war in der Nacht zum Samstag ein Großbrand ausgebrochen. Die Polizei nahm einen mutmaßlichen Brandstifter fest. Der Schaden geht nach ersten Schätzungen des Zweckverbands Bergerlebnis Berchtesgaden in die Millionen.

Im Video | Hitlers Teehaus abgebrannt

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Quelle: dpa

„Eagle’s Nest“ von Adolf Hitler schwer erreichbar

Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig. Das Gebäude liegt auf 1.834 Metern Höhe, was sowohl die Anfahrt als auch den Einsatz erschwerte. Polizeisprecherin Lisa Maier erklärte: „Man kann nur mit schwerem Atemschutz in das Gebäude hinein.“ Rund 200 Rettungs- und Einsatzkräfte bekämpften den Brand des denkmalgeschützten Gebäudes.

Das Kehlsteinhaus wurde 1937/38 erbaut und war Teil des sogenannten Führersperrgebietes Obersalzberg. Es sollte Adolf Hitler als Repräsentationsgebäude dienen. International bekannt wurde es als „Eagle’s Nest“. Den Zweiten Weltkrieg überstand das Gebäude ohne Schäden. Seit 1952 wird es als Gaststätte genutzt; eine Ausstellung erinnert an die Geschichte des Hauses.

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