
Durchfall, Verstopfung, Blähungen
Diese Probiotika können bei Reizdarm helfen
Aktualisiert am 10.02.2026 – 07:43 UhrLesedauer: 3 Min.
Bauchschmerzen, Durchfall und Verstopfung: Unter diesen Beschwerden leiden Menschen mit Reizdarmsyndrom – häufig im Wechsel. Probiotika sollen helfen.
Viele Reizdarmpatienten hoffen auf eine Behandlung, die ihre Beschwerden lindert. Einige greifen zu Probiotika, um den Darm zu beruhigen. Doch funktioniert das?
Unter dem Begriff Reizdarmsyndrom, kurz RDS, oder nervöser Darm werden Beschwerden wie Bauchschmerzen, Krämpfe, veränderter Stuhl, Völlegefühl und Blähungen zusammengefasst, für die es keine medizinische Erklärung gibt. Experten vermuten unter anderem, dass überempfindliche Darmnerven, Störungen der Darmmuskulatur sowie Entzündungen der Darmwand eine Rolle spielen könnten.
Auch eine erbliche Veranlagung wird diskutiert, ebenso vorangegangene Darminfektionen mit starkem Durchfall. Stress scheint ebenfalls einen Einfluss auf die Entwicklung eines Reizdarms zu haben. Heilbar ist das Reizdarmsyndrom nicht. Die Therapie hat eine Symptomlinderung zum Ziel.
Die Reizdarmsymptome sind bei einigen Betroffenen stark ausgeprägt und werden als sehr belastend empfunden. Der große Leidensdruck erhöht den Wunsch, eine wirksame Therapie zu finden. Als natürlich, wirksam und gut verträglich werden unter anderem Probiotika zur ergänzenden Behandlung eines Reizdarms beworben. Als Probiotika werden lebende Mikroorganismen wie Milchsäurebakterien oder bestimmte Hefen bezeichnet.
Sie sind in manchen Lebensmitteln natürlicherweise enthalten, zum Beispiel in naturbelassenem Joghurt, oder bestimmten Nahrungsmitteln gezielt zugesetzt. Auch werden sie in Form von Nahrungsergänzungsmitteln angeboten, um die Darmflora zu stärken, die Verdauung zu regulieren und um Magen-Darm-Beschwerden zu lindern.
Die Darmflora setzt sich aus circa 100 Billionen Bakterien zusammen, die unter anderem für die Darmfunktion eine wichtige Rolle spielen. Dazu zählen beispielsweise Milchsäurebakterien, also Laktobazillen, und Bifidobakterien. Beim Reizdarmsyndrom kann die Darmflora verändert sein. Mit Probiotika lässt sich dann möglicherweise das Gleichgewicht wiederherstellen und eine gesunde Darmflora unterstützen.
Es gibt Studien, in denen Probiotika bei einigen Teilnehmern Reizdarmbeschwerden lindern konnten. Auch wenn weitere Forschungen notwendig sind, um die Wirkung von Probiotika bei Reizdarm zu erforschen und um mehr Wissen zur Wirkung der verschiedenen Bakterienarten und den wirksamen Dosierungen zu bekommen: Die Leitlinie „Reizdarmsyndrom“ steht mit Blick auf die bislang durchgeführten Untersuchungen einer Anwendung von Probiotika bei Reizdarm offen gegenüber.
Ausgewählte Probiotika könnten in der Behandlung des RDS eingesetzt werden. Die grundsätzliche Wirksamkeit von Probiotika sei in mehreren Metaanalysen und systematischen Übersichtsarbeiten sowie prospektiven, randomisierten, kontrollierten Studien (RCT) belegt worden.
Signifikant positive Effekte beim RDS seien bei verschiedenen Bakterienstämmen gezeigt worden. Fünf Beispiele: