Darüber hinaus kann Wärme im Nacken (etwa mit einem Dinkelkissen) oder auch eine lokale Kälteanwendung („Cold pack“) die Beschwerden verringern. Je nach Situation verschreibt der Arzt möglicherweise zusätzlich Physiotherapie oder Massagen.
Anstatt die Halswirbelsäule nach einem Schleudertrauma mit einer Halskrause (Zervikalstütze, Schanz-Verband) ruhigzustellen, empfehlen Fachleute dies mittlerweile nur noch in Ausnahmefällen beziehungsweise nur für kurze Zeit. Denn eine zu lange Ruhigstellung kann begünstigen, dass die Beschwerden chronisch werden. Als ratsamer gilt es, die Halswirbelsäule möglichst früh wieder sanft zu mobilisieren. Mit schonender Bewegung bleibt das betroffene Gewebe elastischer – so lässt sich das Risiko, dass Beschwerden zurückbleiben, verringern.
Ob und für wie lange der Arzt nach einem Schleudertrauma eine Krankschreibung ausstellt, hängt davon ab, wie schwer die Verletzungen sind. In leichten Fällen ist womöglich nur eine kurze oder auch gar keine Krankschreibung nötig. Meist gilt die erste Krankschreibung nur für wenige Tage bis maximal drei Wochen. Bei Bedarf kann sie entsprechend verlängert werden.
