Sommer vor entscheidender Phase

Hitze kommt zurück. Aber wie lange bleibt sie?


05.07.2026 – 16:10 UhrLesedauer: 4 Min.

Leipzig: Bei der letzten Hitzewelle schmolz die Fugenmasse für Asphalt und Beton. Die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) stellten den Straßenbahnverkehr daraufhin ein.

Bei der letzten Hitzewelle schmolz die Fugenmasse für Asphalt und Beton. Die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) stellten den Straßenbahnverkehr daraufhin ein. (Quelle: Hendrik Schmidt/dpa)

Deutschland steuert auf die nächste Hitzewelle zu. Bis zu 38 Grad sind möglich. Doch bald gerät die Wetterlage ins Wanken – mit Folgen für den weiteren Sommer.

Die große Hitze macht in Deutschland zu Beginn der neuen Woche erst einmal weiter Pause. Im Verlauf des Montags breitet sich ein Regengebiet von der Nordsee weiter in den Osten aus. Das Wetter teilt Deutschland in einer diagonalen Linie in zwei Hälften auf.

Während es im Südwesten schon zu Beginn der neuen Woche hochsommerlich wird, bleibt es im Norden und Nordosten zunächst deutlich kühler. Die Temperaturen liegen in der Nordosthälfte zwischen 18 und 23 Grad in der Nordosthälfte, in der Südwesthälfte zwischen 23 und 32 Grad.

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Doch nach einigen wechselhaften Tagen nimmt der Sommer wieder Fahrt auf. Nach den aktuellen Wetterprognosen wird es bis zum Wochenende wieder überall in Deutschland heiß.

In Nürnberg wurde bei der letzte Hitzewelle in Deutschland der Straßenbahnbetrieb eingestellt, weil sich wegen der Hitze der Straßenbelag gelöst hatte. (Quelle: Irena Güttel)

Wetter teilt Deutschland entzwei

Ob daraus eine längere Hitzewelle wird, ist allerdings noch offen. Zwar sprechen die Wettermodelle übereinstimmend für eine deutliche Erwärmung. Uneinigkeit herrscht jedoch darüber, wie stabil die Hochdrucklage tatsächlich bleibt.

Während das europäische Wettermodell mehrere heiße Tage berechnet, lässt das amerikanische Modell bereits früh Gewitter und Unwetter aufziehen.

Verantwortlich für die unterschiedlichen Wetterberechnungen ist eine markante Luftmassengrenze über Deutschland. Ein Tiefdruckgebiet über Skandinavien lenkt aktuell kühlere und feuchtere Luft in den Norden und Nordosten. Gleichzeitig gewinnt ein Hoch über Westeuropa zunehmend Einfluss auf den Südwesten und Westen Deutschlands. Dort strömt heiße Luft aus Frankreich und Spanien ins Land.

Im weiteren Wochenverlauf zieht sich das Skandinavientief Schritt für Schritt nach Nordosten zurück. Gleichzeitig dehnt sich das Azorenhoch weiter nach Mitteleuropa aus.

Hitze erreicht Werte von 35 Grad

Mit dem zunehmenden Einfluss des Azorenhochs steigen die Temperaturen landesweit an. Zum Ende der Woche erreicht die heiße Luft dann auch den Norden. Dort steigen die Temperaturen auf 25 bis 30 Grad, ganz im Nordosten werden meist 20 bis 25 Grad erwartet. Am heißesten bleibt es im Südwesten. Dort sind am Freitag und Samstag verbreitet 30 bis 35 Grad möglich.

Auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet in seiner Zehn-Tage-Vorhersage in diesen Regionen mit Höchstwerten bis 35 Grad. Das amerikanische GFS-Wettermodell rechnet am Sonntagabend sogar mit Temperaturen bis 38 Grad.

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