Wie gefährlich sind Spinnen in Deutschland?

Vielbeinig und behaart

Spinnenbisse in Deutschland erkennen: Wie gefährlich sind sie?


Aktualisiert am 22.08.2024Lesedauer: 2 Min.

Ammen-Dornfinger: Nach einem Biss dieser Spinne sollte man zum Arzt gehen. (Quelle: blickwinkel/imago-images-bilder)

Ein Großteil der Spinnen in Deutschland ist harmlos. Bei manchen Spinnenbissen ist dennoch Vorsicht geboten – besonders bei einer Spinnenart.

Allen Boulevardmeldungen zum Trotz: Der Großteil der Spinnen in Deutschland stellt keine Bedrohung dar. Denn wirklich gefährliche Giftspinnen wie die Schwarze Witwe, deren Biss unter Umständen tödlich sein kann, sind bei uns nicht heimisch.

Dennoch kann es passieren, dass man von einer Spinne gebissen wird und sich danach unwohl fühlt. Welche Arten für Menschen gefährlich sein können und was nach einem Biss zu tun ist, erfahren Sie hier.

Die meisten heimischen Spinnenarten sind ungefährlich. Entweder ist ihr Gift nicht stark genug, um dem Menschen zu schaden oder ihre Fangzähne und Beißwerkzeuge sind zu schwach, um die Haut zu durchdringen. Wenige Spinnen in Deutschland können bei einem Biss so starkes Gift übertragen, dass es für Menschen gefährlich wird.

Eine Spinnenart, die für den Menschen giftig ist, ist der Ammen-Dornfinger. Diese Spinnenart wird etwa 15 Millimeter groß. Männchen sind von Juni bis September und Weibchen von Juli bis November aktiv. Auffällig ist ihre Farbe: der Hinterleib gelb bis grün, der Kopf rot-orange.

Beißt der Ammen-Dornfinger zu, schmerzt die Bisswunde etwa so wie ein Bienen- oder Wespenstich. Obwohl immer wieder von der „giftigsten Spinne Deutschlands“ gesprochen wird, ist der Biss der Dornfingerspinne nicht tödlich. Bleibende Schäden nach einem Biss sind ebenfalls nicht bekannt.

Die Symptome können aber unangenehm sein – auch für gesunde Menschen. Sie reichen von starken Schwellungen der Bissstelle hin zu Reaktionen wie Fieber und Kreislaufproblemen. Allerdings beißt der Ammen-Dornfinger nur zu, wenn sein Nest zerstört wird oder das Weibchen seine Brut verteidigen will. Nach dem Biss eines Ammen-Dornfingers sollte auf jeden Fall ein Arzt konsultiert werden.

Auch die Kreuzspinne hat den Ruf, besonders giftig zu sein. In der Realität schaffen es die Fangzähne dieser Spinnenart aber nur durch besonders dünne Hautstellen – etwa an den Kniekehlen. Der Spinnenbiss selbst schmerzt etwa so wie ein Mückenstich und hinterlässt Reaktionen wie Rötungen oder Juckreiz an den betroffenen Hautarealen.

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