Wie gefährlich ist es für Europa?

Nach Bekanntwerden der Fälle verschärften mehrere Länder in Süd- und Südostasien ihre Vorsichtsmaßnahmen. Thailand kontrolliert an großen Flughäfen Reisende aus Kolkata. Auch Nepal, Taiwan und Singapur führten zusätzliche Einreisekontrollen ein. An einigen Flughäfen kommen Thermoscanner zum Einsatz, um Personen mit Fieber oder Atembeschwerden frühzeitig zu erkennen.

Die indischen Behörden betonten, dass der Ausbruch lokal begrenzt sei. Gleichzeitig verstärkten sie Überwachung, Labortests und Untersuchungen vor Ort. Das Ziel: mögliche Infektionsketten frühzeitig zu unterbrechen.

Für Reisende außerhalb Asiens sehen Fachleute derzeit kaum Gefahr. Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC schätzt das Risiko einer Ansteckung für Europäer als sehr gering ein. Zwar lasse sich eine Einschleppung durch Reisende nicht vollständig ausschließen, sie gelte aber als unwahrscheinlich. Ein entscheidender Grund: Die Flughunde, die das Virus übertragen, kommen in Europa nicht vor. Auch für Touristen in Indien gilt laut Experten: Wer Standardhygiene einhält und den Kontakt zu wilden Tieren meidet, hat nur ein sehr geringes Infektionsrisiko.

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