
Sperrung durch Schnee-Unwetter
Eis-Unfälle auf Leverkusener Rheinbrücke – Betreiber reagiert
18.02.2026 – 13:59 UhrLesedauer: 2 Min.
Zum bereits zweiten Mal ist die Leverkusener Brücke nach starken Schneefällen gesperrt. Einen Konstruktionsfehler schließt die Autobahn GmbH aus.
Nach der erneuten Sperrung der Leverkusener Rheinbrücke aufgrund von starken Schneefällen prüft die Autobahn GmbH Rheinland Maßnahmen, um weitere Unfälle zu verhindern. Das teilte eine Sprecherin auf Anfrage der Kölner Redaktion von t-online am Mittwoch (18. Februar) mit. Wegen mehrerer Unfälle durch herabfallenden Schnee war die wichtige A1-Brücke in der Nacht von Sonntag auf Montag über Stunden gesperrt worden.
Tauwetter hätte in der Nacht von Sonntag auf Montag dazu geführt, dass Schneematsch von den Brückenseilen aus großer Höhe gestürzt sei. Dieser hätte zu den Unfällen geführt. Ersten Berichte, wonach erneut Eisplatten auf die A1-Fahrbahn bei Köln gestürzt waren, konnte die Autobahn GmbH nach einer Untersuchung nicht bestätigen.
Dennoch plant die Autobahn GmbH, in Abstimmung mit der Autobahnmeisterei und den örtlichen Einsatzkräften Anpassungen für die Verkehrssicherheit vorzunehmen. „Wir nehmen die neuen Erkenntnisse in die weitere Abwägung von Maßnahmen […] auf, um auf dieser Basis zu entscheiden, welche Investitionen vertretbar sind“, heißt es in einem Statement.
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Die mögliche Installation von Heizstäben in den Brückenpfeilern ist kostenintensiv und zudem mit langwierigen Bauarbeiten verbunden. Als wirksame Lösung prüft die Autobahn GmbH derzeit zwei Alternativen: Die Installation von Kameras zur Überwachung der Brücke sowie den Einsatz von sogenannten Beräumungsdrohnen. Diese könnten die Brückenpfeiler und -seile im Ernstfall von Schnee befreien und so Gefahren verhindern.