Warnstufe ausgerufen

Wettersturz auf Mallorca: Schlammregen peitscht über die Urlaubsinsel


12.04.2026 – 12:34 UhrLesedauer: 2 Min.

Grau statt Urlaubsblau: Schlammregen und Sturmböen vertreiben die Sonne über Mallorca. (Archivbild) (Quelle: IMAGO/Augst / Eibner-Pressefoto)

Das Wetter auf Mallorca schlägt radikal um: Sturmböen peitschen über die Küsten, eine wichtige Veranstaltung wurde bereits abgesagt. Der Wetterdienst warnt sogar vor Schlammregen.

Heftiger Wetterumschwung auf Mallorca: Wo eben noch die Sonne schien, regiert nun das Grau. In Palma, Sa Pobla und Felanitx klettern die Temperaturen nur noch auf 18 Grad. Der spanische Wetterdienst Aemet warnt vor Schlammregen. Die Regenwahrscheinlichkeit auf der Insel liegt fast den gesamten Tag über bei 100 Prozent. Dazu peitscht ein starker Wind aus Nordost und Ost über das Land.

Wegen Starkwinds und hoher Wellen gilt fast überall die Warnstufe Gelb. Die Zeitpläne der Meteorologen zeigen die Wucht des Sturms: Im Süden besteht die Gefahr bis 20 Uhr, an der West- und Ostküste ebenso. Am längsten trifft es den Norden und Nordosten – hier bleibt die Warnstufe bis Mitternacht bestehen. In der Nacht kühlt es empfindlich ab, die Temperaturen sinken auf einstellige Werte zwischen fünf und acht Grad.

Das unbeständige Wetter zwingt auch Veranstalter zum Rückzug. Der traditionelle Engelssonntag („Diumenge de l’Angel“) am Schloss Bellver in Palma fällt aus Sicherheitsgründen aus. Das Fest wurde nun auf den 10. Mai verschoben.

Das Volksfest wird jedes Jahr am ersten Sonntag nach Ostern gefeiert. Es markiert den Abschluss der Osterfeierlichkeiten und ist eng mit dem Brauch des „Pancaritat“ (Brot der Nächstenliebe) verbunden. Ursprünglich trafen sich die Bürger an diesem Tag, um gemeinsam die Reste der österlichen Backwaren wie Empanadas und Crespells gemeinsam im Freien zu genießen.

Das Herzstück der Feierlichkeiten findet beim Castell de Bellver in der Inselhauptstadt Palma statt. Tausende Menschen pilgern zum Schloss, um das bunte Programm mitzuerleben.

Auch der Wochenbeginn verspricht wenig Besserung. Zwar lässt der Regen am Montagnachmittag nach, doch die Sonne wird sich weiterhin rarmachen. An den Küsten im Norden und Nordosten bleibt es gefährlich: Die Experten erwarten Wellen von bis zu drei Metern Höhe. Mit 16 bis 17 Grad wird es am Montag sogar noch etwas kühler als am Sonntag.

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