
Evakuierungen und Straßensperrungen
Wetterchaos legt beliebte Urlaubsländer teilweise lahm
04.02.2026 – 15:56 UhrLesedauer: 2 Min.
3.000 Menschen müssen ihre Häuser verlassen, Schulen bleiben geschlossen: Südeuropa ächzt unter einem neuen Sturmtief. Doch ein Ende ist nicht in Sicht: Bald trifft ein Tiefausläufer auf Mallorca.
Das Atlantiktief „Leonardo“ hat am Mittwoch im Süden Spaniens und Portugals zu schweren Überschwemmungen geführt. In der spanischen Region Andalusien mussten rund 3.000 Menschen aus tiefergelegenen Wohngebieten evakuiert werden, wie der staatliche Fernsehsender RTVE berichtete. Der nationale Wetterdienst Aemet warnte, in einigen Gebieten könne in wenigen Stunden die durchschnittliche Regenmenge eines ganzen Jahres fallen.
Die Auswirkungen des Unwetters sind in beiden Ländern erheblich. In Andalusien wurden Schulen geschlossen, zahlreiche Straßen gesperrt, und der Zugverkehr auf mehreren Strecken wurde eingestellt. Die Böden seien bereits stark mit Wasser gesättigt und könnten kaum noch mehr aufnehmen.
Ähnlich kritisch ist die Lage in Portugal. Dort kämpfen die Menschen noch mit den Folgen des Sturms „Kristin“, der erst in der vergangenen Woche schwere Schäden angerichtet hatte. Durch „Leonardo“ sind nun mehrere Dörfer von der Außenwelt abgeschnitten. Flüsse traten über die Ufer, Schulen mussten geschlossen bleiben. Erdrutsche und umgestürzte Bäume behindern den Straßen- und Bahnverkehr.
Der portugiesische Wetterdienst Ipma kündigt für die kommenden Tage weitere Unwetter an. Die Aufräumarbeiten nach „Kristin“ werden durch die neuen Überschwemmungen zusätzlich erschwert.
Auch die Ferieninsel Mallorca rüstet sich für die Ausläufer des Sturmtiefs, die am Donnerstag erwartet werden. Der spanische Wetterdienst Aemet hat die Warnstufe Gelb ausgerufen. In den Bergen könnten Windböen Geschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometern pro Stunde erreichen.
Besonders gefährlich wird es an den Küsten im Osten und Süden der Insel. Dort, wo auch der bei deutschen Urlaubern beliebte Ballermann liegt, drohen bis zu zehn Meter hohe Wellen. Für diese Bereiche gilt bereits die zweithöchste Warnstufe Orange.