Katastrophenwetter in Urlaubsregion

„Lage ist extrem gefährlich“


Aktualisiert am 19.03.2026 – 04:04 UhrLesedauer: 2 Min.

Campingurlauber auf der Insel Krk (Archivbild): Rund um die Adria gelten Warnungen. (Quelle: IMAGO/xbrchx/imago)

Wer sich auf entspannten Frühjahrsurlaub am Mittelmeer gefreut hat, könnte ein böses Erwachen erleben: Derzeit toben gefährliche Stürme unter anderem an der Adria.

Rund um die Adria besteht aktuell Unwettergefahr. Für das kroatische Velebit-Gebirge, das sich direkt an der Küste erhebt, ist sogar Alarmstufe Rot ausgerufen: „Die Wetterlage ist extrem gefährlich“, meldete der kroatische Wetterdienst am Mittwoch.

Demnach besteht bis in die Nacht zum Freitag Lebensgefahr. Insbesondere für Seeleute sei die Situation bedrohlich, teilte der Dienst mit. „Auch die Küsteninfrastruktur ist stark gefährdet.“ Von Reisen in die Region werde „dringend abgeraten“. Böen könnten bis zu 165 km/h erreichen – das ist Orkanstärke.

In der Region um die Hafenstadt Rijeka warnt der Wetterdienst unterdessen vor Schäden an Gebäuden. Der Sturm könne Bäume entwurzeln und Trümmer umherwirbeln. Verkehrsbehinderungen und Stromausfälle seien möglich. Auch auf beliebten Inseln wie Krk, Cres, Lošinj und Rab sollen die Menschen vorsichtig sein: „Unerfahrenen Seglern wird empfohlen, einen sicheren Hafen anzulaufen“, mahnt der kroatische Wetterdienst.

Fast in ganz Italien gelten ebenfalls Warnungen. „An den Küsten wird mit Unwettern gerechnet“, meldete der nationale Wetterdienst für die Region Friaul-Julisch Venetien. In den Abruzzen kann Schnee fallen. Warnstufe Orange ist außerdem in Ligurien und der Toskana erreicht.

Im Video | Unwetter lösen Erdrutsch in Urlaubsort aus

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Quelle: t-online

In mehreren Regionen kam es zu Erdrutschen. Auf Sizilien wurde eine Straße zerstört. In Kalabrien klagten Einwohner der Gemeinde Cosenza, überall sei Schlamm: „Wir leben in Angst.“ In der Provinz Foggia mussten mehrere Gebäude nach einem Erdrutsch geräumt werden. Die Erdmassen hatten zu Schäden am Fundament geführt.

„Die aktuelle Lage dürfte noch einige Tage anhalten“, teilte der Diplom-Meteorologe Dominik Jung t-online auf Anfrage mit. „Für Urlauber bedeutet das aktuell, dass ein klassischer Bade- oder Strandurlaub eher nicht sinnvoll ist.“ Auch Städtereisen seien durch Wind und Regen derzeit eingeschränkt und weniger attraktiv als in stabilen Wetterphasen. Wer bereits vor Ort sei, solle sich auf wechselhafte Bedingungen einstellen und lokale Warnhinweise beachten.

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