
Bis zu 300 Liter Regen pro Quadratmeter
Alarmstufe Rot in Italien: Mehrere Orte evakuiert
Aktualisiert am 20.01.2026 – 15:15 UhrLesedauer: 2 Min.
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Ein gefährlicher Sturm trifft Italien – für mehrere beliebte Urlaubsregionen wird die höchste Warnstufe ausgerufen. Die Behörden appellieren eindringlich.
Ein heftiger Sturm mit massiven Regenmengen hat Italien erreicht – und mancherorts ins Chaos gestürzt. Der Wetterdienst rief für mehrere Regionen Warnstufe Rot aus, darunter Kalabrien, Sizilien und Sardinien. Mehrere Ortschaften wurden evakuiert, Schulen blieben geschlossen.
Der Generaldirektor des Zivilschutzes, Domenico Costarella, sagte am Dienstagmorgen im italienischen Rundfunk Rai: „Verhalten Sie sich vernünftig. Gehen Sie kein Risiko ein.“ Die Lage sei aber unter Kontrolle, betonte Costarella.
Sturmtief „Harry“ hatte Italien am Montag erreicht. Die Meteorologen rechnen mit sintflutartigen Regenfällen von bis zu 400 Liter pro Quadratmeter, wie der italienische Rundfunk Rai berichtete. Böen könnten Orkanstärke erreichen – mit Geschwindigkeiten von bis zu 130 Kilometern pro Stunde. Dazu werden Sturmfluten mit bis zu sieben Meter hohen Wellen erwartet.
Auf Sizilien wurden knapp 200 Menschen aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen, darunter Senioren in nah am Meer gelegenen Pflegeheimen. Das Küstendorf Marzamemi wurde komplett geräumt. Die Gemeinde hat Notunterkünfte für die betroffenen Familien organisiert. Auch Bewohner der Ortschaften Giampilieri Marina, Acireale und Capo Mulini wurden aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen.
Auf Sardinien wurden Erdrutsche gemeldet. Mehrere Autobahnen wurden abgeriegelt. Die Gemeinde Torpè evakuierte Dutzende Familien, die in der Nähe von Flüssen und Staudämmen leben. Die Feuerwehr registrierte allein am Montag rund 150 Einsätze, etwa wegen umgestürzter Bäume, heruntergefallener Dachziegel und aus ihrer Verankerung gerissener Verkehrsschilder.
Der Präsident der Provinz Nuoro auf Sardinien, Giuseppe Ciccolini, appellierte, „Fahrten auf Provinzstraßen, insbesondere in der Nähe von Brücken, Küstenabschnitten und hochwassergefährdeten Gebieten, einzuschränken“.