Im Video | Frostiger Frühling: Meteorologin kündigt Temperaturabsturz an

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Quelle: t-online

In der Folge deute sich für die Osterfeiertage ein insgesamt zu niedriges Temperaturniveau an, begleitet von einer erhöhten Schauerneigung. „Dabei handelt es sich weniger um ein klassisches, flächendeckendes Niederschlagsereignis, sondern vielmehr um eine labile Wetterlage mit wiederholten Schauern, die lokal auch kräftiger ausfallen können“, erläutert Jung.

Schnee spiele in diesem Szenario durchaus eine Rolle, allerdings vor allem in höheren Lagen. „In den Mittelgebirgen sowie im Alpenraum ist mit teils mehreren Zentimetern Neuschnee zu rechnen, in den Alpen lokal auch im zweistelligen Bereich.“ In mittleren Höhenlagen könne sich vorübergehend eine dünne Schneedecke bilden. „In tieferen Lagen hingegen bleibt es meist bei Schneeregen, Graupel oder kurzen, nicht nachhaltigen Schneefällen, insbesondere im Zusammenhang mit intensiveren Schauern oder in den Nachtstunden“, betont der Wetterexperte.

Das amerikanische Modell berechnet für die Osterfeiertage momentan Temperaturen zwischen 0 und 6 Grad. Auch das europäische ECMWF-Modell prognostiziert für Anfang April niedrige Temperaturen im einstelligen Bereich, wobei vor allem nachts auch Minuswerte zu erwarten sind.

Die Unsicherheiten in den Wetterprognosen liegen Jung zufolge derzeit weniger in der grundsätzlichen Entwicklung als vielmehr im Detail. „Entscheidend sind kleinere Verschiebungen in der Lage des Hochdruckblocks sowie die genaue Zugbahn einzelner Tiefdruckgebiete. Diese Faktoren bestimmen letztlich, wann und wo sich Schauerlinien organisieren und ob es lokal für Schnee bis in tiefere Lagen reicht.“

Für die Zeit zwischen dem 29. März und dem 3. April gilt eine frühlingshafte Wetterlage somit als wenig wahrscheinlich. Stattdessen deuten die Daten auf einen anhaltend kühlen und wechselhaften Abschnitt hin. Ein komplett gegensätzliches Szenario mit stabilem Hochdruckeinfluss und frühsommerlichen Temperaturen erscheine nach aktuellem Stand wenig wahrscheinlich, sagt Meteorologe Jung. „Dennoch bleibt die genaue Ausprägung der Lage noch variabel, sodass sich insbesondere bei Niederschlagsart und -intensität in den kommenden Tagen noch Änderungen ergeben können. Da muss man echt noch etwas abwarten.“

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