
Thioune, der im dunkelgrünen Jogging-Anzug fast pausenlos die Coaching-Zone beackerte, durfte kurz nach dem Seitenwechsel auf die Wende hoffen, nachdem Manzambi Rot gesehen hatte. Der Freiburger Offensivspieler traf die Wade von Olivier Deman – zu heftig, wie Schiedsrichter Deniz Aytekin nach Sicht auf die TV-Bilder meinte. In der Folge schalteten die Freiburger fast komplett auf Defensivmodus, Werder drückte, oft aber zu planlos und umständlich. Bei den wenigen Möglichkeiten war Atubolu zur Stelle.
Pech hatten die Gastgeber, dass das vermeintliche 2:0 durch den eingewechselten Yuito Suzuki nicht zählte. Die Stadionregie warf zwar schon die Torhymne an, mit etwas Verzögerung entschied Aytekin aber auf Offensivfoul.
In den ersten 20 Minuten spielte sich die Partie hauptsächlich im Mittelfeld ab. Nur bei einem Schuss von Niklas Dorsch (5.), den der starke HSV-Torwart Daniel Heuer Fernandes parierte, kam Gefahr auf. Dann nahm die Begegnung etwas Fahrt auf: Erst war es FCH-Mittelstürmer Marvin Pieringer, der nach einem gravierenden Fehlpass von Hamburgs Miro Muheim am leeren Tor vorbei zielte (23.). Nur zwei Minuten später wehrte Heidenheims Torwart Diant Ramaj einen 16-Meter-Schuss vom starken Mittelfeldspieler Albert Sambi Lokonga (25.) ab.
Die Gäste bestimmten nun die Partie – und dann traf Königsdörffer kurz vor dem Seitenwechsel nach einer Vorlage von Otele mit einem strammen Schuss ins lange Eck zur verdienten Pausenführung. Nachdem FCH-Coach Schmidt in der zweiten Halbzeit mehrere neue Offensivkräfte eingewechselt hatte, drängte seine Elf gegen die nun viel zu verhalten spielenden Hamburger auf den Ausgleich. Heuer Fernandes parierte aber gleich mehrere gute Torchancen des FCH und wurde zum besten Spieler auf dem Platz. Und als Philippe nach einem Konter aus kurzer Distanz das 0:2 erzielt hatte, war das Spiel prakt
Stuttgart besaß oft den Ball, den Gastgebern unterliefen einige Ungenauigkeiten. Nach zwölf Minuten tauchte aus spitzem Winkel Chris Führich vor Torwart Nikola Vasilj auf, doch der Schlussmann parierte. Doch die „Kiezkicker“ wehrten sich nach Kräften, kamen zu guten Umschaltaktionen und wurden immer besser. Plötzlich führte das Team von Trainer Alexander Blessin. Sinani ließ den Ball clever durch die Beine auf den Griechen Saliakas passieren, der nahe der Strafraumkante abschloss und den Ball im links im Tor zur Führung platzierte.