
Seit Anfang November ohne Sieg
Werder Bremen trennt sich von Trainer Steffen
Aktualisiert am 01.02.2026 – 10:22 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Zeit von Horst Steffen bei Werder Bremen endet nach nur wenigen Monaten. Der Klub zieht nach einer Serie von zehn sieglosen Spielen die Reißleine.
Horst Steffen ist nicht mehr länger Trainer von Werder Bremen. Das gaben die Hanseaten am Sonntag, einen Tag nach dem 1:1 gegen Borussia Mönchengladbach, bekannt. Der 56-Jährige hatte erst im Sommer das Traineramt in Bremen übernommen. Der Klub geriet in den vergangenen Monaten aber in akute Abstiegsgefahr. Seit Anfang November hat Werder nicht mehr gewonnen. Zehn Spiele ist das Team mittlerweile sieglos.
„Es war eine schwere Entscheidung, aber wir haben nicht mehr die Überzeugung, dass Horst den Turnaround nach dieser langen Serie ohne Sieg gemeinsam mit der Mannschaft schaffen wird“, sagte Werders Geschäftsführer Fußball Clemens Fritz. „Diese Erkenntnis wiegt natürlich schwer, gerade weil wir Horst sehr schätzen, aber sie ist das Ergebnis aus der Analyse der sportlichen Situation und den Gesprächen, die wir zuletzt geführt haben.“ Deshalb habe man sich dazu entschieden, Steffen freizustellen.
Als Interimstrainer übernehmen vorerst Steffens Assistenten Raphael Duarte und Christian Groß. Man sei intensiv auf der Suche nach einem neuen Cheftrainer, betonte Fritz. Der Klub wolle sich „die nötige Zeit nehmen, um die für Werder beste Lösung zu finden“.
Am Samstag hatte Werder gegen Borussia Mönchengladbach in letzter Sekunde noch ein Remis gerettet. Dennoch trennt die Norddeutschen nur ein Punkt von den Abstiegsrängen. Wäre Keke Topp nicht noch der Ausgleich per Sonntagsschuss gelungen, wären die Bremer bereits auf den Relegationsplatz gestürzt.
Steffen hatte zwischen 2018 und 2025 die SV Elversberg trainiert. Im vergangenen Jahr war der kleine Klub aus dem Saarland unter seiner Führung sensationell fast in die Bundesliga aufgestiegen. Erst in der Relegation gegen den 1. FC Heidenheim platzte der Elversberger Traum. Bei seiner ersten Station im deutschen Oberhaus ist der gebürtige Krefelder Steffen nun deutlich früher gescheitert – und das krachend.
Nach einem ordentlichen Saisonstart rutschte Werder zuletzt immer weiter ab, verlor unter anderem auch im Dezember das prestigeträchtige Derby beim direkten Konkurrenten und Erzrivalen Hamburger SV. Verantwortlich für die Bremer Misere ist letztlich aber nicht nur Steffen. Geschäftsführer Fritz und Profifußball-Leiter Peter Niemeyer stehen bei den Fans schon seit Langem in der Kritik. Zuletzt hatten einige Anhänger sogar eine Petition gegen Fritz gestartet. Diese hat mittlerweile schon mehr als 4.500 Unterschriften gesammelt. Grund für die Kritik ist in erster Linie die verfehlte Transferpolitik des Klubs.