1. FC Köln
Wer aus dem Kader fliegt und wer eine neue Chance erhält
06.07.2026 – 18:56 UhrLesedauer: 3 Min.
Ein Kader-Aus ist bereits beschlossen: So soll es für die zuletzt verliehenen Profis des 1. FC Köln in der neuen Saison weitergehen. Ein Überblick.
Acht Profis des 1. FC Köln spielten in der vergangenen Saison auf Leihbasis für andere Vereine. Eine echte Perspektive am Geißbockheim haben die wenigsten von ihnen. Doch zumindest ein Eigengewächs soll im Sommer die Chance erhalten, sich beim FC durchzusetzen: Julian Pauli ist der große Gewinner unter den Leihspielern.
Pauli, der in der Aufstiegssaison 2024/25 bis zu einer schwerwiegenden Kopfverletzung der Senkrechtstarter im Team war, verbrachte die letzte Spielzeit bei Dynamo Dresden und war in der 2. Bundesliga unumstrittene Stammkraft.
Die Kölner Verantwortlichen bescheinigen dem 20-Jährigen eine starke Entwicklung und trauen ihm zur neuen Saison den Sprung in die Bundesliga zu. Vor allem Sportchef Thomas Kessler gilt als Fan Paulis und plant den Innenverteidiger zum Trainingsauftakt in der kommenden Woche fest ein. Dann liegt es an Pauli, sich im Konkurrenzkampf zu behaupten.
Diese beiden Profis des 1. FC Köln sollen gehen
Imad Rondic hingegen spielt in den Planungen der Geißböcke überhaupt keine Rolle mehr. Nach zwei Leihen (erst Raków Częstochowa, dann Preußen Münster) soll der Stürmer den FC diesmal endgültig verlassen. Das Problem: Der Bosnier steht bis 2029 unter Vertrag, kassiert in der Bundesliga pro Saison 600.000 Euro Gehalt.
Das schreckt potenzielle Interessenten natürlich ab, der FC muss dem erst im Februar 2025 für 1,5 Millionen Euro verpflichteten Rondic wohl Geld mitgeben. Sein Berater Laurent Burkart sagte im Saisonendspurt: „Es gibt durchaus schon Anfragen für Imad – auch aus der 2. Liga.“ Findet sich bis zum Trainingsauftakt keine Lösung, droht Rondic die schnelle Degradierung zum Regionalliga-Team des FC. Im Profi-Kader ist für den 27-Jährigen definitiv kein Platz vorgesehen.
Ein ähnliches Schicksal blüht Jusuf Gazibegovic, der sich mit seiner Leihe zu Sturm Graz eigentlich für die WM empfehlen wollte. Das misslang, der Rechtsverteidiger wurde nicht für den bosnischen Kader nominiert und verpasste mit Sturm zudem knapp die Meisterschaft. Gazibegovic sammelte in Graz zwar mehr Spielpraxis als in Köln, konnte jedoch nicht wirklich glänzen.
