
Hofft auf Unterstützer
CBD-Partei: Schafft es der Cannabis-König auf die Wahlliste?
17.01.2026 – 11:29 UhrLesedauer: 2 Min.
Wenzel Cerveny aus Aschheim will in den Münchner Stadtrat einziehen. Dafür hat er eigens eine Partei gegründet. Aber ihm fehlen Stimmen für die Wahlliste.
Wenzel Cerveny will bei der Kommunalwahl 2026 mit seiner CBD-Partei antreten und wenn möglich, so seine Hoffnung, in den Münchner Stadtrat einziehen. Bekannt wurde der 64-Jährige mit seinem Cannabisclub in Aschheim, der der Gemeinde ein Dorn im Auge war. Die Abkürzung CBD steht für „Cannabis Bündnis Deutschland“. Neben der vollständigen Legalisierung von Cannabis möchte sich das Bündnis unter anderem für bezahlbares Wohnen, kostenlosen ÖPNV für Senioren oder die Förderung von Wohnungsbau einsetzen, so Cerveny.
Im Hinblick auf das Cannabis will sich die CBD-Partei vorwiegend für die Rechte von Patienten, die Cannabis benötigen, engagieren. Außerdem macht sie sich für ein Modellprojekt für die regulierte Abgabe von Cannabis an Erwachsene in München stark. Cervenys Ziel: Er will Orte bestimmen, an denen man Cannabis konsumieren kann, etwa im Hauptbahnhof oder auf dem Oktoberfest.
Auch wenn Cerveny im September vergangenen Jahres noch optimistisch war, mit seiner CBD-Partei auf die Wahlliste zu kommen, fehlen ihm nun Stimmen. Seit dem 10. Dezember sammelt der Unternehmer bereits, doch aktuell hat er nur rund 115 Unterstützer. Um bei der Kommunalwahl am 8. März eine Chance zu haben, braucht seine Partei einen Platz auf der Wahlliste – und dafür benötigt der 64-Jährige insgesamt 1.000 Stimmen.
Laut seines Sohns Alex Cerveny seien genau diese 1.000 Stimmen das Problem, denn viele Parteien würden an dieser Hürde scheitern. Doch Wenzel Cerveny gibt nicht auf. Bis Montag, 19. Januar, kann für die CBD-Partei gestimmt werden, unter anderem im Rathaus, im Kreisverwaltungsreferat und im Baureferat am Ostbahnhof.