Weltrekord-Maschine

Mit jedem Zentimeter wird er reicher


Aktualisiert am 14.08.2026 – 10:33 UhrLesedauer: 2 Min.

Dauer-Weltrekordler: Armand Duplantis nach seiner jüngst aufgestellten Bestmarke beim Meeting in Uppsala vergangenen März. (Quelle: IMAGO/JESPER ZERMAN/imago-images-bilder)

Armand Duplantis stellt einen Weltrekord nach dem anderen im Stabhochsprung auf. Finanziell lohnt sich das für den Schweden.

Ein Ende ist nicht in Sicht für „Mondo“. Armand Duplantis ist wieder auf Weltrekordjagd. Erst vor wenigen Monaten hat der Stabhochsprung-Superstar die nächste Bestmarke aufgestellt: 6,31 Meter überquerte der 26-Jährige im März bei „seinem“ Heimturnier, dem „Mondo Classic“ im schwedischen Uppsala.

Der schwedische Ausnahmeathlet ließ schon anklingen, dass er eines Tages die 6,40 Meter für möglich hält. Mit weit mehr als 100 Sprüngen über 6,00 Meter ist er schon lange in einer anderen Liga als der Rest der Stabhochsprung-Welt. Im Juni verlor er erstmals seit fast vier Jahren einen Wettkampf.

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Bei den Europameisterschaften in Birmingham will er nun wieder Geschichte schreiben. Am heutigen Freitag findet die Qualifikation statt, am Sonntag dann das Finale. Es wäre bereits das 16. Mal, dass der zweimalige Olympiasieger einen Weltrekord in seiner Disziplin aufstellt. Am 8. Februar 2020 beim Meeting im schwedischen Torun ging es los. Damals übertraf er die alte Bestmarke des Franzosen Renaud Lavillenie um zwei Zentimeter, schraubte den Wert auf 6,16 Meter. Seitdem ging es voran – stets in Ein-Zentimeter-Schritten. Es ist ein Millionen-Geschäft für Duplantis.

„Das macht ihn zur Nummer eins der Welt“

Denn finanziell sind diese kleinen Verbesserungen überaus lukrativ: Schätzungsweise insgesamt 1,5 Millionen US-Dollar (rund 1,3 Millionen Euro) wird Duplantis durch seine 15 Weltrekorde mittlerweile verdient haben – 100.000 US-Dollar (rund 85.000 Euro) zahlt der Leichtathletik-Weltverband schließlich als Prämie für neue Bestmarken, unabhängig davon, ob ein alter Rekord um einen, zwei oder auch fünf Zentimeter übertroffen wird. Deshalb ist es für den Hochbegabten einträglicher, stets nur in Ein-Zentimeter-Schritten voranzugehen.

Dazu kommen hohe Antrittsgelder bei den Leichtathletik-Meetings. Sein Manager Daniel Wessfeldt erklärte einst der schwedischen Zeitung „Aftonbladet“: „Die Veranstalter wissen, was sie bekommen. Er ist niemand, der bei 5,80 Meter aufhört, und die Chance auf einen Weltrekord ist ziemlich groß. Das macht ihn zur Nummer eins der Welt.“

Dazu erhält er auch von Sponsoren wie dem Sportartikelhersteller Puma, dem Luxusuhrenfabrikanten Omega oder dem Energydrinkbrauer Red Bull hohe Prämien bei neuen Weltrekorden. So wird sein Gesamtvermögen mittlerweile sogar auf umgerechnet 4,6 Millionen Euro geschätzt, Tendenz steigend. Und ein Ende ist nicht in Sicht für „Mondo“.

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