Kritik an früherem Bundestrainer
Ex-Nationalspieler tritt gegen Nagelsmann nach
08.08.2026 – 21:15 UhrLesedauer: 2 Min.
Julian Nagelsmann ist als Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft längst Geschichte. Bedarf an der Aufarbeitung seiner Amtszeit besteht aber offenbar noch immer. Jetzt hat sich ein Weltmeister von 2014 geäußert – und lässt tief blicken.
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) will mit Neu-Bundestrainer Jürgen Klopp eine neue Ära des Erfolgs einleiten. Auf den 59-Jährigen kommen zahlreiche Aufgaben zu, bei der deutschen Nationalmannschaft blickt man nach vorn – schon Ende September startet der viermalige Weltmeister in die Nations League.
Doch noch immer besteht Aufarbeitungsbedarf bezüglich der Amtszeit seines umstrittenen Vorgängers Julian Nagelsmann. Nun hat sich ein Weltmeister von 2014 geäußert – und den 38-Jährigen, der nach dem enttäuschenden WM-Aus im Sechzehntelfinale gegen Paraguay gehen musste, scharf kritisiert.
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Denn Matthias Ginter hatte sich nach eigenen Angaben noch bis zum Tag der Kader-Bekanntgabe Chancen auf einen Platz im Kader für das Turnier in den USA, Kanada und Mexiko ausgerechnet – und erfuhr trotz anders lautender Planung erst im letzten Moment von seiner Nicht-Berücksichtigung. „Der Zeitpunkt war eigentlich anders geplant, gerade auch mit den ganzen vorher veröffentlichten Leaks, aber ich wurde erst am Donnerstag, dem Tag der Nominierung, informiert“, erinnert sich Ginter und kritisiert Nagelsmanns Kommunikation: „Über die Art und Weise, wie das generell drei Jahre lang abgelaufen ist, will ich nicht sprechen.“
„Das Bitterste in der Karriere“
Die Absage habe ihn hart getroffen – erst Tags zuvor hatte der Abwehrspieler mit dem SC Freiburg das Finale in der Europa League gegen Aston Villa verloren. „Es war so ein Doppelpack. Ich glaube, zwölf, dreizehn Stunden später kam noch die Nachricht mit der WM, dass ich nicht dabei bin.“
Die Tragweite der Entscheidung habe er erst später begriffen: „Erst mit dem Eröffnungsspiel der WM ist es mir dann so richtig bewusst geworden – und weil es ein Paket war, kam dann auch die Enttäuschung über das verlorene Finale wieder.“ Dies wirke noch immer nach: „Ich habe schon Enttäuschungen in meiner Karriere erlebt, aber nicht in diesem Paket binnen zwölf Stunden.“
Ginter weiter: „Es waren keine zwei einzelnen Enttäuschungen, sondern eine große. Das war natürlich mit das Bitterste in der Karriere. So ein Doppelschlag am Ende einer sehr, sehr besonderen Saison“.
