Blindgänger in Köln gefunden

Weltkriegsbombe entdeckt: Kinderkrankenhaus wird evakuiert


Aktualisiert am 10.07.2026 – 08:47 UhrLesedauer: 2 Min.

Eilmeldung (Symbolbild): Im Johannes-Giesberts-Park in Köln hat die Stadt mehrere mögliche Bombenblindgänger überprüft.

Seit Tagen suchen Experten im Kölner Johannes-Giesberts-Park nach möglichen Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg. Nun wurde eine Bombe entdeckt.

Bei Untersuchungen im Kölner Johannes-Giesberts-Park ist ein Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Die Bombe muss noch am Freitag (10. Juli) entschärft werden, wie die Stadt Köln mitteilte. Zuvor hatten die Verantwortlichen an mehreren Tagen den Park auf mögliche Gefahrenstellen durchsucht, am Freitag wurden die finalen Verdachtspunkte überprüft.

Bei der gefundenen Bombe handelt es sich um eine amerikanische Zehn-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Das Ordnungsamt der Stadt Köln und der Kampfmittelbeseitigungsdienst (KMD) der Bezirksregierung Düsseldorf sind vor Ort und kümmern sich um die Entschärfung und die Evakuierung.

Der Evakuierungsradius wurde auf 500 Meter festgelegt. Rund 4.300 Menschen müssen ihre Häuser und Wohnungen verlassen.

Weltkriegsbombe in Köln: 500-Kilo-Blindgänger muss entschärft werden

Durch den Fund muss auch das angrenzende Kinderkrankenhaus an der Amsterdamer Straße komplett geräumt werden. Die Verantwortlichen hatten sich in den vergangenen Tagen bereits auf eine Evakuierung vorbereitet. Insgesamt 60 junge Patienten müssen durch die Evakuierung kurzfristig verlegt werden. Die Eltern würden persönlich informiert, teilte das Kinderkrankenhaus bereits am Donnerstag auf Anfrage der Kölner Redaktion von t-online mit.

Bombenfundort und Evakuierungsradius: Der Blindgänger in Köln muss noch heute entschärft werden. (Quelle: Stadt Köln)

Ebenfalls betroffen sind unter anderem eine Kita, das Schwimmbad Lentpark und der Botanische Garten bzw. die Flora. Für Betroffene ist eine Anlaufstelle im Erich-Kästner-Gymnasium, Castroper Straße 7, eingerichtet worden.

Entschärfung heute: Verkehrschaos durch Bombenfund droht in Köln

Die Stadt Köln rechnet mit erheblichen Verkehrseinschränkungen durch die anstehende Entschärfung. So werden die Hauptverkehrsstraßen Innere Kanalstraße, Amsterdamer Straße, sowie die Stammheimer Straße und der Alte Stammheimer Weg teilweise gesperrt. Auch die Zufahrt zur Zoobrücke in die rechtsrheinischen Stadtteile könnte zeitweise nicht erreichbar sein.

Auswirkungen hat die Entschärfung auch auf den öffentlichen Nahverkehr. So kann es zu Einschränkungen auf der KVB-Stadtbahn-Linie 16, aber auch auf den Buslinien 124, 140 und 186 kommen. Die Stadt Köln plant, zeitnah konkrete Einschränkungen mitzuteilen. Die Verantwortlichen bitten Bürgerinnen und Bürger, den Bereich zu meiden und Rücksicht auf Einsatzkräfte zu nehmen.

Der Johannes-Giesberts-Park war in den vergangenen Tagen zeitweise vollständig gesperrt worden, um den Boden auf mögliche Bombenblindgänger zu überprüfen. Insgesamt hatten sich bei einer ersten Erkundung 150 Verdachtsmomente ergeben, diese waren vor der finalen Überprüfung am Freitag eingegrenzt worden. Zuletzt hatte die Stadt Köln an 14 Stellen noch mögliche Weltkriegsbomben vermutet.

Share.
Die mobile Version verlassen