
Ballaststoffgehalt beachten
Welches Brot ist bei Diabetes gut geeignet?
Aktualisiert am 06.02.2026 – 07:41 UhrLesedauer: 3 Min.
Trotz seines hohen Kohlenhydratgehalts ist Brot bei Diabetes keineswegs tabu. Es kommt auf die Sorte an. Welches Brot bei Diabetes am besten geeignet ist.
Zum Frühstück, als Pausensnack oder auch zum Abendessen: Brot steht hierzulande bei den meisten Menschen täglich auf dem Speiseplan. Es gehört zu den Grundnahrungsmitteln, was aus gesundheitlicher Sicht durchaus zu befürworten ist – sofern es sich nicht gerade um überzuckertes Weißbrot handelt.
Insbesondere bei Diabetes Typ 2 und anderen Krankheiten, die durch Übergewicht und eine allzu hochkalorische Kost begünstigt werden, ist die Wahl des richtigen Brotes von Bedeutung. Sie kann sogar dazu beitragen, die Erkrankung in den Griff zu bekommen.
Bei Diabetes Typ 1 gelten teils andere Ernährungsempfehlungen als bei Typ-2-Diabetes. Menschen mit Diabetes Typ 1 können in der Regel alle Lebensmittel zu sich nehmen, die auch bei nicht erkrankten Personen auf dem Speiseplan stehen – einschließlich Brot.
Für Typ-1-Diabetikerinnen und -Diabetiker gilt es, beim Verzehr von Brot vor allem eines zu beachten: Sie sollten den Kohlenhydratgehalt ihrer Brotmahlzeit möglichst genau berechnen können. Nur so wissen sie, welche Insulindosis sie sich verabreichen müssen, damit ihr Körper den enthaltenen Zucker verwerten kann. Da der Körper bei Diabetes Typ 1 selbst kein Insulin bilden kann, riskieren sie sonst eine Überzuckerung.
Abgesehen davon ist für Personen mit Typ-1-Diabetes – ebenso wie für im Grunde alle Menschen – eine ausgewogene Ernährung empfehlenswert, die das Risiko für Übergewicht und Volkskrankheiten wie Bluthochdruck senkt.
Im Hinblick auf Brot sind dabei vor allem drei einfache Regeln zu beachten: Das Brot sollte
Getreideprodukte aus Vollkorn sind gesünder als solche aus Weißmehl, weil sie mehr Ballaststoffe und weniger einfach verwertbare Kohlenhydrate enthalten. Ballaststoffe sorgen dafür, dass der Blutzucker nach dem Essen langsamer ansteigt und das Sättigungsgefühl länger anhält. Zucker und leicht verwertbare Kohlenhydrate hingegen führen zu einem rasanten Anstieg des Blutzuckerspiegels und machen nicht lange satt.
Aus diesen Gründen ist zuckerarmes Vollkornbrot auch bei Diabetes Typ 2 zu bevorzugen. Für Personen mit Typ-2-Diabetes gelten im Prinzip die gleichen drei „Brot-Regeln“ wie bei Typ 1. Für sie ist eine ballaststoffreiche, zuckerarme Kost oftmals sogar besonders wichtig, weil diese dabei helfen kann, Übergewicht abzubauen und den Blutzucker zu stabilisieren.
Eine unausgewogene Kost, übermäßiges Körperfett und ein Mangel an Bewegung gehören in den meisten Fällen zu den Ursachen der Stoffwechselerkrankung, die sich durch einen zu hohen Blutzuckerspiegel äußert. Gelingt es, den genannten Ursachen entgegenzuwirken und den Blutzucker zu senken, kann das zur Normalisierung des Stoffwechsels beitragen.