Nicht überall herrscht Übertourismus
In diesen Ländern werden Touristen mit offenen Armen empfangen
Aktualisiert am 09.09.2026 – 07:13 UhrLesedauer: 4 Min.
Sie wollen den Touristenmassen entfliehen? Es gibt Alternativen zu Rom, Barcelona und der Ägäis, die genauso reich an Kultur und voller Abenteuer sind.
Immer mehr klassische Reiseziele sind heillos überlaufen. Vor allem in den Mittelmeerländern sind viele Menschen den Urlaubermassen nicht mehr positiv gesinnt, weil Preise in die Höhe schießen, die Umwelt verschmutzt wird und Benimmregeln nicht eingehalten werden. Zudem verspüren auch Urlauber immer weniger Lust, sich mit Abertausenden anderen Reisenden durch Italiens Hauptstadt Rom oder durch Bozen in Südtirol zu drängen.
Auch Sie wollen dem Massentourismus entfliehen? Dann gibt es gute Nachrichten. Einige Länder sind händeringend auf der Suche nach Touristen, dabei aber ebenso reich an Kultur und Abenteuern wie die großen Reiseziele. Hier sind vier Destinationen, die sich über Gäste freuen.
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Eiskalt, aber heiß auf Touristen: Grönland
Bisher gab es kaum eine Möglichkeit, kostengünstig und komfortabel nach Grönland zu reisen. Doch die zu Dänemark gehörende Insel im Nordatlantik hat sich bereit gemacht. Mit einem neuen internationalen Flughafen in der Hauptstadt Nuuk und einer weiteren Landebahn im nördlichen Ilulissat wurde die Voraussetzung für gute Flugverbindungen geschaffen.
Tanny Por von Visit Greenland verspricht: „Flughäfen sind teuer, also müssen wir viele Touristen anlocken. Aber wir werden dies auf ausgewogene Weise tun, um die Einheimischen nicht zu überrennen.“
Kann ein Land, in dem es im Winter bis zu minus 50 Grad kalt wird, tatsächlich Gäste anlocken? Ja, mit einem ganz speziellen Konzept. Das besteht in Grönland aus zwei Hauptformen des Tourismus: dem Abenteuertourismus, der vom Klettern in Ostgrönland über die Walbeobachtung bis hin zum Campen auf dem grönländischen Inlandeis reicht – und dem Ganzjahrestourismus. Hier liegt der Schwerpunkt auf der Beobachtung des Nachthimmels und der Nordlichter. Dieses Angebot richten die Grönländer auch vor allem an Senioren, die weniger Action und dafür mehr Stille und Besinnlichkeit erleben wollen.
Wüste und Fußballfieber: Marokko
Marokko bereitet sich auf ein Großereignis vor. Das Land in Nordafrika wird 2030 gemeinsam mit Spanien und Portugal die Fußball-Weltmeisterschaft ausrichten. Davon soll der Tourismus nicht einfach nur profitieren. Die WM soll geradezu zu einem Katalysator für den Wirtschaftszweig werden.
Neue Straßen, mehr Hotels, modernisierte Flughäfen und öffentliche Verkehrsmittel: Marokko strebt eine Verdoppelung der Touristenankünfte bis 2030 auf stolze 26 Millionen Besucher pro Jahr an, berichtet „BBC Travel“. Experten schätzen, dass das Land mindestens 100.000 zusätzliche Betten benötigt, um die Fußballfans und -akteure unterbringen zu können.
