WDR verkauft „Lindenstraße“ in Köln

Spielte in München

„Lindenstraße“-Gelände soll verkauft werden

Aktualisiert am 28.01.2026 – 17:32 UhrLesedauer: 1 Min.

Schauspielerin Marie-Luise Marjan und Schauspieler Moritz Sachs stehen in der Kulisse der ARD-Vorabendserie „Lindenstrasse“ in Köln: Im TV spielte die Kultserie in München. (Quelle: Roberto Pfeil/dpa/dpa-bilder)

Viele Jahre lang wurde auf dem Gelände im Kölner Norden die Kultserie „Lindenstraße“ gedreht. Heute lohnt sich der Betrieb der riesigen Fläche für den Sender nicht mehr.

Der WDR will seinen Produktionsstandort in Köln-Bocklemünd verkaufen, darunter auch die Heimat der früheren ARD-Sonntagabendserie „Lindenstraße“, die in München spielte. Angesichts schlanker und digitaler Produktionsprozesse seien die Flächen nicht mehr ausgelastet, teilte der Westdeutsche Rundfunk (WDR) mit.

Fast 35 Jahre lang wurden die Nachbarschaftsgeschichten um Mutter Beimer dort produziert. Nach dem Aus der „Lindenstraße“ 2020 wurden die Kulissen in Bocklemünd abgebaut.

Die Verkaufspläne für das riesige Gelände im Kölner Norden basierten auf einer internen Bedarfsanalyse und einer unabhängigen Wirtschaftlichkeitsprüfung, erklärte der WDR. „Das sehr große Betriebsgelände in Bocklemünd passt nicht mehr zu den Anforderungen unseres digitalen, smarten Produktionsbetriebs“, sagte WDR-Intendantin Katrin Vernau. „Ein weiterer Erhalt des Standorts ist für den WDR schlichtweg unwirtschaftlich.“

In Bocklemünd sind neben Produktionshallen verschiedene Abteilungen des Senders angesiedelt, etwa Veranstaltungstechnik, die Dokumentation und das Instrumentenlager. Für die betreffenden Einheiten würden nun alternative Standorte gesucht. Zu den Mietern gehört der Zentrale Beitragsservice (ehemals GEZ). Ziel sei es, den gesamten Verkaufsprozess bis spätestens 2035 abzuschließen.

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