„Kind der Bundesliga“

WDR-Sportchef Dietmar Schott stirbt mit 88 Jahren in Köln

12.05.2026 – 16:45 UhrLesedauer: 2 Min.

Dietmar Schott: Seine Stimme prägte die Bundesliga-Schaltkonferenz im Radio. (Quelle: Bernd Michael Maurer)

Dietmar Schott hat die Bundesliga im Radio geprägt. Der frühere WDR-Sportchef starb am Montag im Alter von 88 Jahren.

Der frühere WDR-Sportchef, Reporter und Moderator Dietmar Schott ist am Montag im Alter von 88 Jahren gestorben. Das teilte der Westdeutsche Rundfunk mit. Schott arbeitete von 1962 bis 2002 für den Sender in Köln.

Bekannt wurde Schott vor allem als Moderator der Radiosendung „Sport und Musik“. Die ARD-Bundesliga-Schaltkonferenz, bis heute fester Bestandteil der Fußballberichterstattung im Radio, entwickelte er mit.

Eine der „wichtigsten Stimmen des Landes“ für Fußballfans

WDR-Intendantin Katrin Vernau erklärte, Schott sei für viele Fußballfans „eine der wichtigsten Stimmen des Landes“ gewesen. Zudem habe man ihn als Experten für Pferdesport und Basketball geschätzt.

Schott wurde 1937 in Köln geboren und wuchs in Hamburg auf. Dort gründete er die Zeitschrift „Der Jazzer“ und arbeitete zunächst freiberuflich für den NDR. 1962 kehrte er nach Köln zurück und begann als Sportredakteur beim WDR.

Im Hörfunk moderierte Schott mehr als 2.000 Sendungen. Auch im WDR-Fernsehen war er fast fünf Jahre lang zu sehen. Er berichtete unter anderem 32-mal vom Trabrennen „Prix d’Amerique“, 25-mal vom Deutschen Derby und von elf Olympischen Spielen.

1988 übernahm Schott die Leitung der Sportredaktion

Die Fußball-Bundesliga begleitete Schott seit ihrer ersten Saison. Deshalb bezeichnete er sich selbst als „Kind der Bundesliga“. 1988 übernahm er die Leitung der WDR-Sportredaktion als Nachfolger von Kurt Brumme. 2002 ging er in den Ruhestand.

Für seine Reportagen erhielt Schott den Herbert-Zimmermann-Preis sowie einen internationalen „Weltpreis“ in Neuseeland. Dort setzte er sich nach WDR-Angaben gegen 149 Mitbewerber durch.

Auch nach seiner Zeit beim WDR blieb Schott journalistisch aktiv. 2008 veröffentlichte er das Buch „Ich danke Sie!“ über den früheren Fußballprofi Willi „Ente“ Lippens.

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