Was Touristen jetzt wissen sollten

Streik im Museum

Louvre bleibt für Besucher geschlossen

12.01.2026 – 13:28 UhrLesedauer: 2 Min.

Louvre-Beschäftigte bei einer Demonstration im Dezember (Archivbild): Das weltberühmte Museum ist erneut nicht zugänglich. (Quelle: Christophe Ena/AP Photo/dpa)

Ärger für Touristen in Paris: Wegen eines Streiks bleibt der Louvre erneut geschlossen. Auch höhere Eintrittspreise verärgern die Besucher.

Wer für diese Tage einen Parisbesuch geplant hat, muss sich auf Einschränkungen einstellen: Das weltberühmte Louvre-Museum bleibt wegen eines Streiks erneut komplett geschlossen. Nach Angaben der Gewerkschaften stimmten rund 350 Beschäftigte am Montag dafür, den bereits kurz vor Weihnachten begonnenen Arbeitskampf fortzusetzen. Es ist bereits das zweite Mal seit Dezember, dass das Museum seine Türen vollständig schließen muss. An den vorangegangenen Streiktagen war der Louvre zumindest zeitweise geöffnet.

Für Reisende besonders ärgerlich: Wie lange der Streik andauert, ist offen. Die Gewerkschaften kritisieren fehlende Fortschritte in den Gesprächen mit dem französischen Kulturministerium. Hauptstreitpunkte sind aus ihrer Sicht zu wenig Aufsichtspersonal in den Ausstellungsräumen sowie seit Langem verschobene Renovierungsarbeiten.

Der Louvre steht derzeit ohnehin unter besonderer Beobachtung. Im Herbst machte ein spektakulärer Diebstahl Schlagzeilen: Vier Täter entwendeten mit vergleichsweise einfachen Mitteln einen Teil der französischen Kronjuwelen im Wert von rund 88 Millionen Euro. Die Verdächtigen sitzen in Untersuchungshaft, die Beute bleibt bislang verschwunden.

Zusätzlich müssen sich viele Besucher auf höhere Kosten einstellen. Ab Mittwoch steigen die Eintrittspreise für Gäste aus Nicht-EU-Ländern deutlich: Der reguläre Eintritt erhöht sich von 22 auf 32 Euro. Mit den Mehreinnahmen sollen notwendige Sanierungsarbeiten finanziert werden. Die Gewerkschaften kritisieren die Maßnahme und sprechen von einer Benachteiligung ausländischer Besucher.

Der Louvre gehört zu den weltweit meistbesuchten Sehenswürdigkeiten. Im vergangenen Jahr kamen rund neun Millionen Menschen. Vor allem für Touristen kann es daher eng werden: Der zentrale Zugang durch die Glaspyramide ist nur für weniger als die Hälfte dieser Besucherzahl ausgelegt. Etwa 73 Prozent der Gäste reisen aus dem Ausland an, rund 40 Prozent davon aus Ländern außerhalb der EU.

Tipp für Paris-Reisende: Wer den Louvre fest eingeplant hat, sollte vorab unbedingt die aktuellen Öffnungszeiten prüfen und gegebenenfalls auf alternative Museen ausweichen, etwa das Musée d’Orsay oder das Centre Pompidou.

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