Was TENS bei Schmerzen bewirken kann

Wichtig ist, dass es sich immer nur um eine begleitende Therapie handeln sollte. TENS könnte zwar die Schmerzwahrnehmung hemmen, behandelt aber nicht die Ursache der Schmerzen. So fügt die Reizstromtherapie sich besonders bei chronischen Schmerzen oft in ein Therapiekonzept mit verschiedenen weiteren Bausteinen ein.

Insgesamt ist TENS ein relativ sicheres Therapieverfahren, das kaum Nebenwirkungen hat. Allerdings können Hautirritationen an den Stellen auftreten, an denen Sie die Elektroden anbringen. Auch sollte TENS nicht zu häufig oder mit zu hoher Intensität Anwendung finden.

Platzieren Sie die Elektroden nicht auf den Augen oder den Mund, den Kehlkopf, den Schläfen oder direkt über dem Herzen. Auch wenn Sie sich krank und fiebrig fühlen oder es an einer betreffenden Körperstelle eine Wunde, eine Schwellung, eine Hauterkrankung (wie Schuppenflechte) oder einen Bluterguss gibt, ist es ratsam, auf die Anwendung zu verzichten.

Zudem ist TENS nicht oder nur nach ärztlicher Rücksprache geeignet bei:

In der Schwangerschaft ist TENS nur bedingt geeignet: Vor allem in der Frühschwangerschaft und an bestimmten Körperstellen sollten Frauen auf den Reizstrom verzichten. In der Spätschwangerschaft und bei der Geburt kann TENS hingegen in vielen Fällen zum Einsatz kommen. Vorab empfiehlt es sich jedoch, ärztlichen Rat einzuholen.

Bevor Sie ein Reizstromgerät leihen oder kaufen, ist es sinnvoll, bei Ihrer Krankenversicherung abzuklären, ob diese die Kosten übernimmt oder sich daran beteiligt.

Halten Sie darüber hinaus Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, um sicherzugehen, dass Sie das richtige Gerät erwerben, inklusive der für Sie passenden Elektroden. Diese können je nach Körperregion unterschiedlich groß sein.

Normalerweise sind die Elektroden wiederverwendbar. Damit sie möglichst lange halten, achten Sie darauf, dass die betreffenden Hautregionen sauber und fettfrei sind. Es empfiehlt sich, störende Körperhaare im Vorfeld zu entfernen.

Nach der Anwendung kleben Sie die Schutzfolie wieder auf die Elektroden. Die betreffenden Hautstellen können Sie bei Bedarf mit einer rückfettenden Creme pflegen.

Halten Sie sich nach Möglichkeit an die mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin besprochene Anwendungsdauer und Frequenz. Manche Geräte verfügen über voreingestellte Programme, die dabei helfen. Unter Umständen kann es einige Tage oder auch Wochen dauern, bis die TENS-Anwendungen einen spürbaren Effekt auf Ihre Schmerzen haben. Wenn Sie jedoch nach ein bis zwei Wochen keine Wirkung bemerken, legen Sie eine Pause ein und halten Sie Rücksprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

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