Insolvente Fluglinie

Der Name „Air Berlin“ ist noch immer wertvoll

13.12.2024 – 16:11 UhrLesedauer: 2 Min.

Flieger von Air Berlin: Die Fluglinie hatte 2017 Insolvenz angemeldet. (Archivfoto) (Quelle: Kristina Sirjanow/t-online)

Hohe Verluste und Managementfehler besiegelten vor rund sieben Jahren das Aus von Air Berlin. Doch auch nach der Insolvenz 2017 bleibt die Marke präsent.

Air Berlin war einst eine feste Größe im europäischen Luftverkehr. Als zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft beförderte sie Millionen Passagiere jährlich und galt als ernst zu nehmender Konkurrent der Lufthansa. Dann folgte der Absturz. Das Schicksal des Unternehmens zeigt, wie schnell auch etablierte Marken in der Luftfahrtbranche ins Straucheln geraten können. Doch was geschah nach der Pleite?

Am 15. August 2017 meldete Air Berlin Insolvenz an. Der Hauptgrund für den Schritt war die überraschende Entscheidung des Großaktionärs Etihad Airways, keine weiteren finanziellen Mittel bereitzustellen. Zuvor hatte Air Berlin jahrelang mit hohen Verlusten zu kämpfen. 2016 meldete die Fluglinie einen Rekordverlust von 782 Millionen Euro.

Das Geschäftsmodell erwies sich als nicht nachhaltig. Hohe Betriebskosten und der Versuch, gleichzeitig eine Premium-Airline zu sein und günstige Preise anzubieten, führten zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten.

Dank einer Bundesbürgschaft in Höhe von 150 Millionen Euro konnte der Flugbetrieb bis Ende Oktober 2017 aufrechterhalten werden. Dies gab den Verantwortlichen Zeit, Teile des Unternehmens zu verkaufen. Teile gingen dabei an Lufthansa oder an Easyjet. Rund die Hälfte der 8.000 Mitarbeiter soll danach einen neuen Job gefunden haben.

Im August 2023 wurde bekannt, dass die Markenrechte an Air Berlin von Marcos Rossello, Gründer der Fluggesellschaft Sundair aus Stralsund in Mecklenburg-Vorpommern, erworben wurden. Unter dem Namen „Airberlin Luftverkehrsgesellschaft mbH“ wurde eine neue Firma ins Handelsregister eingetragen, der Kaufpreis betrug 120.190 Euro.

Rossello betonte nach dem Kauf, dass man unterschiedliche Ideen habe. „Es gibt einige Ideen, alles ist möglich.“ Allerdings sei es unwahrscheinlich, dass er Air Berlin zu einer neuen Marke machen werde. „Sundair ist inzwischen gut eingeführt.“

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