
Selbst kontrollieren
Was Ihr Puls über die Gesundheit sagt – und wie Sie ihn messen
Aktualisiert am 11.02.2026 – 06:44 UhrLesedauer: 3 Min.
Der Puls rast oder das Herz schlägt bis zum Hals: Nicht nur bei Aufregung lässt sich unsere körperliche oder psychische Verfassung am Puls ablesen.
Pulsmessung bedeutet, dass man die durch die Arterien laufende Druckwelle des Blutes ertastet und ihre Frequenz beschreibt. Als Ruhepuls, auch Normalpuls genannt, wird der Puls bezeichnet, den man im Zustand ohne körperliche Belastung messen kann.
Zunächst sollten Sie mindestens fünf Minuten vor der Pulsmessung ruhig sitzen, denn bei Bewegung erhöht sich der Puls. Noch genauer wird die Messung, wenn man sie direkt morgens noch im Bett liegend durchführt. Am leichtesten lässt sich der Puls an der Innenseite des Handgelenks fühlen – und zwar unterhalb des Daumens. So gelingt die Messung: Legen Sie Zeige- und Mittelfinger fest auf die Ader am Handgelenk und der Puls lässt sich gut spüren.
Jetzt werden die Herzschläge pro Minute gezählt. Man kann auch die Schläge für 15 Sekunden zählen und dann mal vier rechnen oder für 30 Sekunden und den Wert verdoppeln. Exakter ist es jedoch, eine ganze Minute zu messen. Vor allem, wenn Sie bei jemand anderem den Puls messen, sollten Sie ebenfalls Ihre Finger, nicht aber den Daumen benutzen, denn der hat einen starken Puls. Das machen viele beim Pulsmessen falsch. Weil der Pulsschlag im Daumen sehr intensiv ist, könnten Sie durcheinandergeraten, ob es sich um den Puls Ihres Gegenübers oder Ihren eigenen handelt.
Gesunde Erwachsene haben im Durchschnitt einen Ruhepuls von 60 bis 80 Schlägen in der Minute. Die meisten liegen mit ihrem Ruhepuls bei 72 bis 73 Schlägen.
Wichtig: Diese Werte gelten nicht für Kinder! Je jünger das Herz ist, desto schneller ist der Herzschlag im Ruhezustand.
Außerdem ist der Ruhepuls abhängig von Alter, Geschlecht, Größe, Gewicht und Trainingsstand des Körpers. Sportler haben einen niedrigeren Ruhepuls.