Warum Sie diesen Ostsee-Geheimtipp besuchen sollten

Ab Hamburg

Der perfekte Ausflug für Winterflüchtlinge


06.02.2026 – 19:07 UhrLesedauer: 2 Min.

Blick auf das Holnis-Kliff im Winter (Archivbild): Die Steilküste ragt bis zu 20 Meter empor und bietet weite Sicht über die Förde. (Quelle: IMAGO/C. Kaiser/imago)

Die meisten Hamburger zieht es im Winter nach Sylt oder Lübeck. Doch eine kleine Halbinsel an der dänischen Grenze ist ein echter Geheimtipp für alle, die Ruhe suchen.

Mit seiner markanten Form ragt Holnis bei Glücksburg weit in die Flensburger Förde. Wer hier am Strand steht, blickt direkt auf die dänische Küste – sie wirkt zum Greifen nah. Besonders im Februar, wenn das Licht klar ist und der Wind die Wolken jagt, zeigt sich die Natur hier von ihrer wilden Seite.

Das Highlight ist das Holnis-Kliff. Knapp 20 Meter geht es hier in die Tiefe. Im Winter nagen die Wellen besonders stark an den Sandwänden, was immer wieder dazu führt, dass knorrige Bäume mitsamt Wurzeln an den Strand stürzen. Wanderer können direkt am Ufer entlanggehen, sollten aber festes Schuhwerk einplanen.

Ein Stück weiter nördlich erreichen Besucher den nordöstlichsten Punkt des deutschen Festlandes. Hier oben an der Spitze ist es oft einsam. Nur die Galloways und schottischen Hochlandrinder, die das ganze Jahr über auf den Salzwiesen grasen, leisten den Spaziergängern Gesellschaft.

Für Tierfreunde lohnt sich ein Abstecher zum „Kleinen Noor“. Diese renaturierte Meeresbucht ist im Februar ein wichtiger Rastplatz. Pfeifenten, Säger und mit etwas Glück sogar Eisvögel lassen sich hier beobachten. Wer ein Fernglas dabei hat, kann das Treiben auf dem Wasser aus nächster Nähe verfolgen.

Wichtig für Hundebesitzer: Im gesamten Naturschutzgebiet herrscht eine strikte Leinenpflicht, um die rastenden Vögel nicht zu stören.

Wenn der Seewind zu kalt wird, gibt es in der direkten Umgebung gute Möglichkeiten zum Aufwärmen. Das Strandcafé Holnis bietet auch im Winter täglich Frühstück und hausgemachte Torten an.

Wer mehr Kultur möchte, fährt das kurze Stück zurück nach Glücksburg. Das berühmte weiße Wasserschloss ist im Februar am Wochenende für Besucher geöffnet. Eine weitere Besonderheit ist das Menke-Planetarium. Dort können Gäste an grauen Tagen in die Sterne blicken – ganz ohne zu frieren.

Die Fahrt von der Elbe an die Förde dauert mit dem Auto weniger als zwei Stunden. Auch mit der Bahn ist Holnis gut erreichbar: Der Regionalexpress fährt stündlich nach Flensburg, von dort bringt ein Bus die Ausflügler direkt ans Meer.

Aktie.
Die mobile Version verlassen