Neuer Name, neuer Innenraum

VW krempelt den ID.3 gründlich um


15.04.2026 – 12:01 UhrLesedauer: 4 Min.

Player wird geladen

Sehen Sie hier den VW ID.3 Neo im Video. (Quelle: t-online)

Volkswagen überarbeitet seinen kompakten Stromer und gibt ihm einen neuen Namen. Doch warum bleibt der konsequenteste Schritt beim Namen aus?

Es wirkt zunächst ein wenig absurd: Während Volkswagen aktuell seine Modellstrategie umstellt – vor allem bei den Elektroautos – und dabei stärker auf vertraute Bezeichnungen setzt, bleibt ausgerechnet das Facelift des ID.3 außen vor. Aus dem ursprünglich als ID.2 geplanten Kleinwagen wird der ID. Polo, sein SUV-Bruder ID. Cross lehnt sich namentlich eng an den T-Cross mit Verbrennungsmotor an. Das Kompaktmodell ID.3 hingegen, das seit 2020 auf den Straßen unterwegs ist, bekommt lediglich einen Zusatz und heißt künftig ID.3 Neo. Woran liegt das? Schließlich hätte man in diesem Zuge aus ihm auch einen ID. Golf machen können. Wir gehen auf Spurensuche.

Der wichtigste Grund dafür liegt wohl im Design. Einerseits haben die Entwickler viel Energie in die Neugestaltung der Frontpartie gesteckt. Ein durchgehendes Leuchtenband, schmalere Scheinwerfer und eine neu geformte Frontschürze rücken den ID.3 näher an die aktuellen und kommenden Modelle der Marke wie ID. Polo und ID. Cross. Der leicht „glubschäugige“ Look, der bislang eher an eine Studie aus den Achtzigerjahren erinnerte, ist damit Geschichte. Auch das Heck wurde überarbeitet, die Heckklappe ist nun in Wagenfarbe lackiert statt in Schwarz.

Doch vor allem der Blick auf die Seitenlinie zeigt deutlich, dass der ID.3 noch aus einer anderen Designgeneration stammt: aus einer Zeit, in der Elektroautos bei Volkswagen bewusst futuristisch und auffällig wirken sollten. Hier hat sich kaum etwas verändert. Während VW betont, künftig auf klarere und ruhigere Formen zu setzen, bleibt beim ID.3 Neo eine Fensterlinie, die ein wenig an eine Badewanne erinnert. Um das grundlegend zu ändern, wären deutlich größere Eingriffe nötig gewesen.

Einen deutlich größeren Entwicklungsschritt macht der Innenraum. Hier ist wohl die größte Veränderung zu finden, die den ID.3 spürbar in Richtung aktueller Volkswagen-Modelle zieht. Volkswagen hat das Cockpit vollständig neu aufgebaut. Statt einfacher Materialien und wenig intuitiver Bedienung gibt es jetzt eine klar strukturierte Armaturentafel, neue Stoffbezüge, zwei größere Displays und eine Schalterleiste unterhalb des zentralen Bildschirms. Die Mittelkonsole wurde neu gestaltet und beinhaltet nun einen klassischen Lautstärkeregler.

Share.
Die mobile Version verlassen