Warum Frauen besonders betroffen sind

Im häuslichen Bereich sind Kamelhaarschlappen und Filzlatschen seit Langem verpönt. Überlegen Sie trotzdem gut, was Sie sich anziehen! Auch im Indoor-Bereich sind Wollsocken und die Pantoffeln mit der dickeren Sohle manchmal angebracht, sofern Sie keine Fußbodenheizung haben, versteht sich.

Als ganz schnelle Krisenintervention gelten Fußbäder. Eine Viertelstunde reicht oft, um Wärme ins unterste Geschoss zurückzuholen. Als besonders effektiv gelten sogenannte aufsteigende Bäder; nach und nach wird immer wärmeres Wasser hinzugegossen. So erhöht sich die Badetemperatur schrittweise von 37 bis auf etwa 42 Grad. Bei Kindern ist das manchmal schwierig, weil man ihr individuelles Temperaturempfinden nicht so genau kennt. Nicht „heiß“ starten – sonst drohen Kreislaufprobleme oder Verbrühungen.

Nach dem Baden müssen die Füße, auch die Zehenzwischenräume, gut abgetrocknet werden. Das bringt auch gleich einen Massageeffekt. Denn auch Fußmassagen oder die Massagerolle bringen die Durchblutung wieder auf Trab.

Wie in allen Lebenslagen achten Sie auch zur Winterzeit darauf, ausreichend zu trinken. Andernfalls ist auf Dauer Ihr Blut zäher und gelangt ebenfalls schwer bis in die Zehen.

Für Wärme im Bett leistet die gute alte Wärmflasche bewährte Dienste. Sie gilt vielerorts als Relikt aus (Ur-)Omas Zeiten, man kann sie deshalb aber auch gern als gesundheitlichen Dauerbrenner – in diesem Fall -erwärmer – sehen. Aber: Zu hohe Temperaturen oder zu lange Wärmeeinwirkung können „Erythema ab igne“ (auch „toasted skin syndrome“, historisch teils „Erythema e calore“) auslösen – eine netzartige Rötung/Bräunung der Haut durch chronische Wärme.

Außerdem drohen echte Verbrennungen, besonders bei Kindern, älteren Menschen oder bei Diabetes/Neuropathie, wenn die Wärme nicht richtig gespürt wird. Deshalb: Füllen Sie die Wärmflasche nie mit kochendem Wasser, lieber handwarm bis maximal angenehm heiß. Benutzen Sie sie immer mit Bezug/Handtuch, nicht direkt auf der Haut, nicht stundenlang an einer Stelle. Praktisch für unterwegs sind kleine Fußwärmer: Zehen- oder Sohlenwärmer zum Einlegen in den Schuh als Einweg-Pads, wiederverwendbare Gel-Wärmer oder akkubetriebene Modelle. Sie liefern gezielt Wärme dort, wo sie gebraucht wird.

Natürlich stehen auch in der kalten Jahreszeit Sport oder ausreichend Bewegung im Freien ganz oben auf der Vorbeugungsliste – um den Kreislauf anzuregen und in Schwung zu bringen. Bereits kurze Belastungszwischenspiele im Alltag zahlen sich aus. Das kann schon eine diskrete Fußgymnastik unterm Schreibtisch sein, mit Zehenspreizen oder Fußkreisen. Besonders gut sind Ausdauersportarten, Walken, Radfahren, moderates Gehen oder Schwimmen, Letzteres jetzt vorzugsweise in der Halle.

Aktie.
Die mobile Version verlassen