Warnzeichen beachten
Diese Menschen haben ein erhöhtes Parkinson-Risiko
11.04.2026 – 06:17 UhrLesedauer: 3 Min.
Immer mehr Menschen erkranken an Parkinson. Das liegt nicht nur daran, dass wir immer älter werden. Auch bestimmte Vorerkrankungen und der Lebensstil spielen eine große Rolle.
Die Zahl der Menschen, die an Parkinson erkranken, steigt schneller, als es der demografische Wandel allein erklären kann. Darauf machen die Initiativen der Deutschen Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK) und die Deutsche Gesellschaft für Neurologie e. V. (DGN) zum heutigen Welt-Parkinson-Tag aufmerksam. Ihnen zufolge gibt es eine Gruppe von Menschen, die ein hohes Risiko für die neurodegenerative Erkrankung hat, meist ohne es zu wissen: Diabetiker. Doch es gibt eine Maßnahme, die gleich vor beiden Krankheiten schützen kann, erklären die Experten.
Den Experten zufolge zeigen verschiedene Studien, dass Menschen mit Diabetes mellitus ein höheres Risiko haben, an Parkinson zu erkranken. Eine Metaanalyse von 15 Kohortenstudien mit insgesamt 29,9 Millionen Personen kam zu dem Ergebnis, dass Diabetes mellitus mit einem etwa 27 Prozent höheren relativen Risiko für Parkinson verbunden ist, und selbst für Prädiabetes – die Vorstufe des Typ-2-Diabetes – zeigte sich ein kleiner, aber messbarer Risikoanstieg.
Warum das so ist, versucht die Forschung derzeit herauszufinden. Vermutungen sind etwa, dass die erhöhten Zuckerkonzentrationen im Gehirn und im Blut von Diabetikern und Prädiabetikern bestimmte Proteine verändern, was sich auf die Nervenzellen auswirkt und zur Entstehung von Parkinson beitragen kann. Auch chronische Entzündungen, oxidativer Stress und Störungen des zellulären Energiehaushalts spielen wahrscheinlich eine Rolle.
Parkinson beginnt meist unauffällig. Viele Betroffene fühlen sich zunächst müde, zittrig oder langsamer als früher. Auch Veränderungen im Verhalten können erste Hinweise sein: Manche sprechen leiser, reagieren gereizter oder ziehen sich zurück. Typisch ist zudem eine kleinere, verkrampfte Handschrift.
Mit der Zeit nehmen körperliche Beschwerden zu. Bewegungen fallen schwerer, die Mimik wirkt starrer und alltägliche Aufgaben dauern länger. Auch Schmerzen im Nacken, Rücken oder in den Gliedmaßen können auftreten. Wer solche Anzeichen bemerkt, sollte sie frühzeitig ärztlich abklären lassen. Mehr Informationen zu den ersten Anzeichen von Parkinson finden Sie hier.
Auch wenn die Wissenschaft den Zusammenhang noch nicht vollständig erklären kann, gibt es eine Maßnahme, die anscheinend vor beiden Erkrankungen schützen kann, so die DANK-Experten: die mediterrane Ernährung.
