Pille gegen Demenz?
Falsche KI-Werbung der Charité: So erkennt man den Fake
31.03.2026 – 14:22 UhrLesedauer: 1 Min.
Im Netz kursiert Werbung für falsche medizinische Produkte – im Namen der Charité. Das Klinikum gibt Tipps, um nicht darauf hereinzufallen.
Die renommierte Berliner Universitätsklinik Charité warnt vor Werbung für falsche medizinische Produkte. Seit einiger Zeit kursieren auf den sozialen Medien Videos, die im Namen des Krankenhauses vermeintliche Neuheiten bewerben, teilte die Einrichtung auf der Plattform X mit.
Diese sollen mehrheitlich durch Künstliche Intelligenz (KI) generiert sein. Dabei würden „neuartige Fake-Medizinprodukte“ präsentiert, hieß es weiter. Mehr dazu hier.
Die Videos sind laut Charité teilweise mit dem Klinikumslogo versehen. Die Produkte seien zudem oft frei erfunden, beispielsweise eine Pille gegen Demenz oder ein ganz besonderes Blutdruckmessgerät. Außerdem werden laut Charité auch vermeintlich innovative Abnehmmittel beworben.
Der Rechtsexperte des Krankenhauses, Thorben Meyer-Odewald, gibt Tipps, wie Menschen solche falschen Werbungen erkennen: Warnsignale seien überhöhte Preise, unwahrscheinliche Versprechen der Heilung sowie ein fehlerhaftes Impressum auf der Webseite. Zudem sollen Menschen besonders vorsichtig sein, wenn auf sie emotionaler Druck ausgeübt werde. Das Klinikum gehe rechtlich gegen solche Videos sowie betrügerische Webseiten vor, hieß es weiter.
In einem von der Klinik veröffentlichten Video kommt Peter Vajkoczy, Klinikdirektor der Neurochirurgie der Charité, zu Wort. Er sagt: „Mich kotzt gerade total an, dass diese ganzen Fake-Videos mit meinem Gesicht kursieren und die Charité da mit reingerissen wird.“ Damit werde suggeriert, er und das Krankenhaus würden Werbung für „komische Medikamente“ machen. Er stellt klar: „Das stimmt einfach nicht.“
