Warnstreiks im öffentlichen Dienst geplant

Schulen und Kitas betroffen

Gewerkschaften rufen zu Warnstreiks in Berlin und Brandenburg auf

08.01.2026 – 10:23 UhrLesedauer: 1 Min.

Demonstrierende bei einem Tarifstreik (Archivbild): Die Streikenden fordern einen höheren Lohn. (Quelle: Juliane Sonntag/imago)

Beschäftigte im öffentlichen Dienst sollen zwei Tage lang die Arbeit niederlegen. Auch Schulen und Kitas sind betroffen.

Die Gewerkschaften Verdi, GEW, GdP und IG Bau haben Beschäftigte im öffentlichen Dienst in Berlin und Brandenburg zu Warnstreiks aufgerufen. Betroffen sind Mitarbeiter, die unter den Tarifvertrag der Länder fallen, wie die Gewerkschaften mitteilten.

Am 14. Januar sollen in Berlin Beschäftigte von Schulen, Hochschulen, Polizei, Landeseinwanderungsamt, Bürgeramt, Feuerwehr und Kitas streiken. Für den 15. Januar sind in der Hauptstadt Mitarbeiter aus Senatsverwaltung, Bezirksämtern, Kitas, Hochschulen und forstwirtschaftlichen Betrieben zum Ausstand aufgerufen.

In Brandenburg betrifft der Aufruf am 15. Januar die Beschäftigten der Polizei, der Hochschulen und der Landesbehörden.

Die Gewerkschaften planen am ersten Streiktag eine Demonstration. Sie soll am 14. Januar um 9 Uhr am Dorothea-Schlegel-Platz beginnen, der Zug soll schließlich zum Roten Rathaus führen. Dort sei gegen 10 Uhr eine Abschlusskundgebung geplant. Für den zweiten Streiktag kündigten die Gewerkschaften Aktionen rund um das Kongresshotel in Potsdam an.

Die Warnstreiks finden parallel zur zweiten Verhandlungsrunde für den Tarifvertrag der Länder statt. Die Gespräche werden am 15. und 16. Januar in Potsdam geführt. Die erste Verhandlungsrunde Anfang Dezember verlief nach Angaben der Gewerkschaften ohne Annäherung zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmervertretern.

Verdi fordert in den Tarifverhandlungen sieben Prozent mehr Geld im Monat, zur Stärkung unterer Lohngruppen mindestens 300 Euro. Der neue Tarifvertrag soll nach Vorstellung der Gewerkschaft zwölf Monate laufen. Die Arbeitgeberseite wies die Forderungen als zu hoch zurück – und legte bislang kein eigenes Angebot vor.

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