
Warnstreik
U-Bahnen und Trams fallen am Montag in München aus
02.02.2026 – 04:22 UhrLesedauer: 2 Min.
Ganztägiger Warnstreik im Nahverkehr: Am Montag bleiben in München die meisten U-Bahnen und Trams stehen. Auch viele Busse fallen aus. Nur eine Option bleibt.
Pendler müssen sich am Montag auf erhebliche Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr einstellen. Die Gewerkschaft Verdi hat im laufenden Tarifkonflikt zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen – mit weitreichenden Folgen für München.
Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) erwartet bei Bussen einen stark eingeschränkten Betrieb. Die U-Bahn bleibe aus Sicherheitsgründen zunächst außer Betrieb. Ob später zumindest eine Linie fahren könne, hänge davon ab, ob genug Personal den Dienst antrete. Ähnlich sei die Situation bei der Tram.
Nicht alle Busse werden stillstehen. Zum einen wird ein Teil der Busse von beauftragten Unternehmen betrieben, die nicht unter den Tarifvertrag fallen, zum anderen liegt die Streikbeteiligung erfahrungsgemäß nicht bei 100 Prozent. Die S-Bahnen sind nicht betroffen, da sie von der Deutschen Bahn betrieben werden.
Hintergrund des bundesweiten Warnstreiks sind die aktuellen Tarifverhandlungen für den Nahverkehr, die bisher nicht zu einem Ergebnis gekommen sind. Die Gewerkschaft fordert dabei unter anderem eine Erhöhung der Tarifgehälter um 668,75 Euro pro Monat sowie die Reduzierung der Wochenarbeitszeit um 3,5 Stunden auf 35 Stunden bei vollem Lohnausgleich.
Die Arbeitgeber halten dies für unerfüllbar und hatten stattdessen unter anderem eine Erhöhung der Tarifgehälter um mindestens 5,0 Prozent in zwei Schritten vorgeschlagen. Zudem sollten Ausbildungsgehälter in zwei Schritten um insgesamt 150 Euro steigen – jeweils bei einer Laufzeit bis Ende 2027.
In Bayern findet der Tarifvertrag Nahverkehr laut Verdi in mehr als 20 Unternehmen Anwendung und regelt damit die Entgelte und Arbeitsbedingungen von rund 9.000 Beschäftigten. 2023 waren bis zu einer Einigung fünf Verhandlungsrunden nötig. Auch damals gab es Warnstreiks.