Historische Automobile
Ab wann ist ein Auto ein Oldtimer?
Aktualisiert am 29.03.2026 – 04:00 UhrLesedauer: 2 Min.
Alte Autos werden im Volksmund gern als Oldtimer bezeichnet. Doch wann sind sie das wirklich? Die offizielle Definition liefert eine Antwort.
Historische Autos üben eine Faszination auf viele Menschen aus. Sie verbinden klassische Formen mit Eleganz. Außerdem sind Oldtimer eine Zeitreise zu den Erlebnissen vergangener Tage. Mit ihren zum Teil hochwertigen Materialien zeigen sie, dass Autos nicht immer Alltagsgegenstände waren. Sie waren vielmehr ein Luxusgut, das sich nicht jeder leisten konnte.
Doch so romantisch, wie das Bild eines Oldtimers scheint, ist es in der Realität nicht unbedingt. Denn schon jetzt sind Autos der späten 1990er-Jahre Oldtimer. In weniger als drei Jahrzehnten fallen auch moderne Elektrofahrzeuge in diese Kategorie.
Die Definition in der Fahrzeug-Zulassungsverordnung lautet: „Oldtimer: Fahrzeug, das zum Zeitpunkt seiner Begutachtung als Oldtimer vor mindestens 30 Jahren erstmals in Verkehr gekommen ist …“
Weitere Kriterien sind: Der Wagen muss weitgehend dem Originalzustand entsprechen, in einem guten Erhaltungszustand sein und zur Pflege des kraftfahrzeugtechnischen Kulturgutes dienen. Originalzustand meint aber nicht, dass etwa das Interieur dem der Auslieferung entsprechen muss. Auch originalgetreue und fachmännische Restaurationen erfüllen diese Vorgaben.
Im Volksmund wird die Oldtimer-Definition meist auf das Mindestalter begrenzt. Schließlich sind Laien nicht in der Lage, den Zustand und die kulturhistorische Bedeutung einzuschätzen. Natürlich können nicht nur Pkw Oldtimer sein. Auch Lkw, Motorräder, Anhänger und andere ein- beziehungsweise mehrspurige Fahrzeuge können als solche eingestuft werden.
Oldtimer lassen sich im Alltag oftmals leicht durch das sogenannte H-Kennzeichen erkennen. Dieses hat seinen Namen vom entsprechenden Buchstaben, der auf der rechten Seite des Kennzeichens hinter der Ziffernkombination steht.
Ausschließlich Fahrzeuge, die der Oldtimer-Definition der Zulassungsverordnung entsprechen, können ein H-Kennzeichen erhalten. Dieses muss allerdings nicht zwingend genutzt werden. Fahrzeughalter können sich bewusst gegen ein solches Nummernschild entscheiden, auch wenn durch den Verzicht in erster Linie Einschränkungen entstehen.
Ein H-Kennzeichen bringt vor allem finanzielle Vorteile bei der Kfz-Steuer. Diese wird für Oldtimer pauschal berechnet und damit unabhängig von Hubraum und Emissionsausstoß.
Daneben müssen sich historische Autos, Lkw und Motorräder mit einem passenden Nummernschild nicht strengen Umweltschutzmaßnahmen unterwerfen. Sie dürfen etwa auch ohne Plakette in innerstädtische Umweltzonen einfahren und können ohne Katalysator genutzt werden.
