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Verstopfte Nase? So können Sie wieder besser atmen


Aktualisiert am 07.10.2026 – 08:35 UhrLesedauer: 3 Min.

Nase putzen (Symbolbild): Eine Erkältung ist eine häufige Ursache für eine verstopfte Nase. (Quelle: Branimir76/getty-images-bilder)

Eine verstopfte Nase ist unangenehm, aber meist harmlos. Hier erfahren Sie, was dahinterstecken kann und wie Sie die Nase wieder freibekommen.

Sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen ist eine verstopfte Nase ein weitverbreitetes Symptom. Oft tritt sie gemeinsam mit einer laufenden Nase auf, mitunter aber auch allein. In vielen Fällen entsteht sie durch einen Infekt der oberen Atemwege, wie etwa eine Erkältung, und bessert sich nach einigen Tagen von selbst wieder. Je nach Ursache kann das Problem aber auch länger anhalten und eine medizinische Behandlung erfordern.

Mögliche Ursachen für eine verstopfte Nase

Alles, was das Innere der Nase reizt, kann eine verstopfte Nase verursachen: Als Reaktion auf die Reizung kommt es zu einer Entzündung und Schwellung der Nasenschleimhaut sowie zur vermehrten Bildung von Sekret – mit der Folge, dass das Atmen durch die Nase erschwert ist.

Zu den häufigsten Ursachen für eine verstopfte Nase gehören:

  • Erkältungen und andere durch Viren ausgelöste Infektionen der oberen Atemwege
  • Nasennebenhöhlenentzündung
  • allergischer Schnupfen (typische Auslöser sind Pollen-, Hausstaubmilben- und Tierhaarallergie)
  • Nasenpolypen
  • vergrößerte Mandeln (betrifft hauptsächlich Kinder zwischen dem 1. und 6. Lebensjahr)
  • Verletzung oder Fehlstellung der Nasenscheidewand
  • überempfindliche Nasenschleimhaut, Fachbegriff: vasomotorische Rhinitis (vermutlich ausgelöst durch Veränderungen von Lufttemperatur, -druck und -feuchtigkeit, starke Gerüche, Alkohol, scharfes Essen, Rauch oder Staub)
  • Arzneimittel-Rhinitis (kann durch mehr als vier- bis sechstägigen Gebrauch abschwellender Nasensprays oder Nasentropfen sowie als Nebenwirkung verschiedener Medikamente entstehen)

Seltene Ursachen für eine verstopfte Nase sind unter anderem:

  • Schwangerschaftshormone (dann bessern sich die Beschwerden in der Regel nach der Entbindung)
  • Fremdkörper in der Nase (besonders bei Kindern)
  • Tumoren in der Nase (deren Häufigkeit nimmt mit steigendem Alter zu)
  • nichtallergischer Schnupfen

Zudem können bestimmte Erkrankungen, die den ganzen Körper betreffen, sich auch auf die Nasenschleimhaut auswirken und eine verstopfte Nase verursachen. Dazu zählen etwa entzündlich-rheumatische Autoimmunkrankheiten, bei denen das Immunsystem fälschlicherweise das Bindegewebe und andere körpereigene Strukturen angreift (Kollagenosen), sowie entzündliche Erkrankungen der Blutgefäße (Vaskulitiden).

Wann ärztliche Hilfe ratsam ist

Wer eine verstopfte Nase hat, braucht häufig keine ärztliche Hilfe: Bei einer gewöhnlichen Erkältung beispielsweise klingen die Beschwerden meist nach einigen Tagen von ganz allein ab. Unter bestimmten Umständen ist jedoch eine ärztliche Untersuchung und Behandlung dringend zu empfehlen.

So sollten Erwachsene die Ursache für eine verstopfte Nase ärztlich abklären lassen, wenn:

  • das Problem länger als zehn Tage anhält,
  • die Nase wiederkehrend verstopft ist,
  • zusätzlich Fieber, Atembeschwerden oder ein deutliches Krankheitsgefühl auftreten,
  • der Nasenschleim gelb oder grün ist und gleichzeitig Fieber oder Schmerzen im Bereich der Nebenhöhlen vorhanden sind,
  • der Nasenschleim blutig ist,
  • Gesichtsschmerzen auftreten,
  • der Verdacht auf einen Fremdkörper in der Nase besteht.

Auch bei Kindern ist ärztliche Hilfe nötig, wenn die Beschwerden nicht bald wieder nachlassen oder sich gar verschlimmern. Bei Babys sollte eine verstopfte Nase außerdem rasch abgeklärt werden, wenn sie dadurch Schwierigkeiten beim Stillen oder beim Trinken aus der Flasche haben oder ihre Atmung beeinträchtigt ist.

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