Unterschätzte Gefahr

Smartphones im Badezimmer: Das kann tödlich enden


Aktualisiert am 26.05.2026 – 03:00 UhrLesedauer: 2 Min.

Smartphone im Bad: Im Akkubetrieb droht kein Stromschlag, wenn das Gerät ins Wasser fällt.

Smartphone im Bad: Im Akkubetrieb droht kein Stromschlag, wenn das Gerät ins Wasser fällt. (Quelle: KI-Bild)

Darf das Handy oder Tablet mit in die Badewanne? Die Antwort: Kommt darauf an. Tabu ist das vor allem, wenn das Gerät zum Laden am Netz hängt.

Es kann so schön sein: das wohltuende Bad nach einem stressigen Arbeits- oder Schultag. Wenn dabei noch die Lieblingsserie läuft – umso besser. Das entspannende Bad kann aber schnell zur tödlichen Gefahr werden, wenn dabei eine wichtige Regel bei der Nutzung von Elektrogeräten nicht beachtet wird.

Diese lautet, dass ans Stromnetz angeschlossene Geräte nichts in der Nähe einer Badewanne zu suchen haben. Dazu gehören nicht nur der Fön oder Heizlüfter, sondern auch Smartphones, Tablets und Laptops. Denn auch bei den modernen mobilen Geräten droht ein lebensgefährlicher Stromschlag, wenn diese am Ladegerät angeschlossen sind.

Richtlinien in Deutschland regeln, dass in der Nähe von Badewannen keine Steckdosen installiert werden dürfen. (Quelle: IMAGO / Michael Gstettenbauer)

Wie die Handelskrankenkasse mit Sitz in Bremen berichtet, kann es bei einem solchen Vorfall zu lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen kommen, weil der Strom durch den Körper des Badenden einfach weiter fließt. Andere Quellen berichten von Krämpfen bei vollem Bewusstsein, die dem Tod auf dem elektrischen Stuhl ähneln.

Immer wieder kommt es zu tödlichen Badeunfällen mit Strom

Dass solche Fälle nicht ausgedacht sind, zeigen Berichte von Unfällen im Zusammenhang mit ladenden Smartphones oder Tablets und der Badewanne. 2017 starb eine 14-Jährige im US-Bundesstaat New Mexico, deren ans Stromnetz angeschlossenes Smartphone ins Wasser fiel.

Um der Gefahr eines tödlichen Stromunfalls vorzubeugen, sollte ein sogenannter Fehlerstromschutzschalter, kurz: FI-Schalter, im Haus oder der Wohnung installiert sein. Dadurch können die Risiken eines solchen Unfalls zwar verhindert werden. Ein Restrisiko bleibt jedoch bestehen. Denn auch ein solcher FI-Schalter schützt nicht immer vor einem Stromschlag beim Baden.

Ein FI-Schalter im Verteilerkasten soll vor gefährlichen Stromschlägen schützen. (Quelle: IMAGO / Bernd Feil / M.i.S.)

Der Grund: „Inzwischen sind fast alle Badewannen aus Kunststoff, Acryl oder emailliertem Stahl. Auch die Abflussrohre bestehen aus Kunststoff, sind somit nicht leitfähig. Eine Erdung bleibt hier wirkungslos. Der FI-Schalter funktioniert dann nicht“, erklärte Klaus Kreß vom Prüf- und Zertifizierungsinstitut VDE auf Anfrage von t-online. Mehr zum Thema, warum der FI-Schalter wichtig ist, lesen Sie hier.

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