Waldbrand in Argentinien – Touristen evakuiert

Mehr als 5.500 Hektar betroffen

Brände in beliebter Touristenregion – Urlauber evakuiert


11.01.2026 – 13:10 UhrLesedauer: 2 Min.

Feuerwehrleute in El Hoyo: Argentinische Zeitungen sprechen von den verheerendsten Bränden in zwanzig Jahren. (Quelle: Maxi Jonas/dpa)

Im Süden Argentiniens wüten verheerende Waldbrände. Auch Touristen sind von der Feuerkatastrophe betroffen.

In der südagentinischen Region Patagonien toben heftige Waldbrände. Wie argentinische Medien schreiben, brachten Feuerwehrleute mehrere Tausend Urlauber in Sicherheit. Auch zahlreiche Anwohner seien aus dem Gebiet des Feuers gebracht worden – und müssten jetzt in Notaufnahmezentren leben.

Bei den Löschaktionen sind mehrere Hundert Feuerwehrleute im Einsatz, auch mit Löschhubschraubern. Bisher seien mehr als 5.5000 Hektar Wald abgebrannt, die argentinische Zeitung „Pagina 12“ bezeichnet die Feuer als „schlimmsten Waldbrände in der Region seit 20 Jahren“.

Wie argentinische Medien schreiben, bedeuten die Feuer den Tod zahlreicher wilder Tiere, außerdem wurde bereits grundlegende Infrastruktur in der Region beschädigt. Einige Feuerwehrleute berichten davon, dass sie im Prinzip im Dauereinsatz sind. Ein Feuerwehrmann erzählt der argentinischen Zeitung „Clarin“: „Wir sind in ständiger Gefahr. Einige von uns wurden von großen, fallenden Felsen getroffen – das gehört zum Job dazu.“

In Südamerika ist aktuell Sommer: Der trockene Boden und die mitunter starken Winde fachen die Feuer immer wieder an. Die Feuer dauern bereits seit Montag an. Behörden gehen davon aus, dass sie gelegt wurden – weitere Hintergründe sind unklar. Die Bäume, die in dem Feuer verbrannt sind, sollen mitunter mehrere hundert Jahre alt gewesen sein.

Die Region an der Grenze zu Chile ist dicht bewaldet und nur kaum von Menschen bewohnt. Patagonien ist wegen der spektakulären Gebirgslandschaften vor allem bei Aktivurlaubern beliebt.

Wie ein Angestellter, der im Tourismus arbeitet, erklärt, kommen so wirtschaftliche Einbußen zu der Katastrophe hinzu: „Es ist das zweite Jahr in Folge, dass so etwas passiert – und dann auch noch Anfang Januar. Wir hatte eine Belegung von 90 Prozent, an einigen Orten sogar eine komplette Belegung.“

Er fügt hinzu: „Wir warten das ganze Jahr auf diese drei Sommermonate.“

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