
Landtagswahl in Baden-Württemberg
So sieht es in den Umfragen aus
Aktualisiert am 04.02.2026 – 11:45 UhrLesedauer: 4 Min.
Die Umfragen zur Landtagswahl in Baden-Württemberg liefern unterschiedliche Mehrheiten: Während manche Institute die CDU klar vorn sehen, rücken andere die Grünen näher heran.
Am 8. März ist in Baden-Württemberg Landtagswahl. 7,7 Millionen Menschen treten an die Urne und bestimmen den neuen Ministerpräsidenten sowie die neue Zusammensetzung des Landtags. Das sind so viele wie noch nie, denn auch 16- und 17-Jährige haben erstmals die Möglichkeit bei der BW-Wahl 2026 zu wählen.
Wahlumfragen sind kein Garant für den Ausgang der Landtagswahl in Baden-Württemberg. Trotzdem sind die Antworten auf die Sonntagsfrage für die Parteien ein wichtiger Indikator.
Die aktuellen Umfragen zur BW-Wahl 2026 der Meinungsforschungsinstitute Infratest dimap (22. Januar), Insa (27. Januar) und Ipsos (11. Januar) zeigen folgendes Bild. Die CDU liegt bei allen Instituten vorn. Während Infratest dimap und Insa sie jeweils bei 29 Prozent sehen, schneidet sie bei Ipsos mit 23 Prozent schlechter ab.
Die Grünen kommen bei Ipsos auf 13, bei Insa auf 21 und bei dimap auf 23 Prozent. Auffällig ist die Spannbreite bei der AfD: Sie liegt bei dimap und Insa bei 20 Prozent, wird von Ipsos mit 26 Prozent jedoch deutlich stärker eingeschätzt.
Die SPD schwankt vergleichsweise stark und liegt bei Insa nur noch auf acht Prozent. Bei Infratest dimap liegt sie immerhin noch bei zehn Prozent und bei Ipsos bei 15 Prozent. Die FDP schwankt gefährlich um die Fünf-Prozent-Hürde und würde laut Ipsos mit vier Prozent nicht in den Landtag einziehen können. In den Umfragen von Insa und dimap schaffen die Liberalen immerhin eine Punktlandung auf fünf Prozent. Die Linke liegt bei dimap und Insa auf sieben, bei Ipsos immerhin auf elf Prozent.
In den vorherigen Umfragen zeichnet sich noch ein anderes Bild ab: CDU führt beispielsweise zwar mit 29 Prozent noch in den Umfragen des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap, der Vorsprung zu den Konkurrenten von den Grünen verkleinert sich aber. In der dimap-Wahlumfrage von Ende Januar kam der Grünen-Ministerpräsidentenkandidat Cem Özdemir mit seiner Partei auf 23 Prozent. Das sind drei Prozentpunkte mehr als noch bei der vorigen Sonntagsfrage Mitte Oktober.
Zwar führt die Union in Baden-Württemberg seit etwa zwei Jahren den Trend an, doch ihr Spitzenkandidat für die Landtagswahl 2026, Manuel Hagel, ist deutlich weniger bekannt als der grüne Ex-Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Özdemir.
Für Özdemir und seine Abgeordneten in spe sind es also sechs Punkte Rückstand zur CDU. Dennoch ist man von dem 2021 erreichten Rekordergebnis von 32,6 Prozent weit entfernt. Damals trat der amtierende Ministerpräsident Winfried Kretschmann an, zudem lag der öffentliche Fokus durch die auch in Baden-Württemberg stark präsente Schülerbewegung Fridays for Future, auf Klimaschutz und erneuerbaren Energien – Kernthemen der Grünen.