Höheres Interesse bei Kommunalwahl
Wahlbeteiligung in München über Niveau von 2020
08.03.2026 – 16:40 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Kommunalwahl stößt in München auf reges Interesse. Bis zum Nachmittag beteiligen sich mehr Menschen als bei der Wahl vor sechs Jahren.
Bei der Kommunalwahl in München zeichnet sich eine höhere Beteiligung als 2020 ab. Bis 15.30 Uhr hatten nach Angaben der Stadt rund 46 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Die Stadt berücksichtigt dabei auch alle ausgestellten Wahlscheine für die Briefwahl. Bei der letzten Kommunalwahl im Jahr 2020 lag der Wert zur gleichen Zeit bei rund 45 Prozent.
Für die Zwischenbilanz wertete die Stadt exemplarisch die Stimmen zur Wahl der Oberbürgermeisterin oder des Oberbürgermeisters aus. Unterschiede zur Stadtratswahl seien jedoch gering, sagte eine Sprecherin der Stadt.
Auch ein Blick auf den Verlauf des Wahltags zeigt eine stetig steigende Beteiligung. Am frühen Morgen (8.30 Uhr) lag der Anteil der abgegebenen Stimmen zunächst bei gut 31 Prozent.
Ähnliche Entwicklungen melden andere große Städte in Bayern. In Augsburg lag die Wahlbeteiligung um 14 Uhr bei 23 Prozent (ohne Briefwahlstimmen). Bei der Kommunalwahl 2020 waren es zu diesem Zeitpunkt 21,8 Prozent gewesen.
Nürnberg meldete 34 Prozent (inkl. Briefwahlstimmen), 2020 lag der Wert bei 29,2 Prozent.
In Würzburg wurde die Beteiligung erst um 15 Uhr ermittelt. Dort hatten laut Wahlamt 21,9 Prozent der Wahlberechtigten abgestimmt. Bei der vorherigen Kommunalwahl waren es zu diesem Zeitpunkt 17,5 Prozent.
Bei den Kommunalwahlen in Bayern werden insgesamt rund 39.300 Mandate vergeben. Wie viele Sitze es in den einzelnen Kommunalparlamenten gibt, richtet sich nach der Einwohnerzahl.
Rund 10,05 Millionen Menschen im Freistaat sind zur Stimmabgabe aufgerufen. Wahlberechtigt sind deutsche Staatsangehörige sowie Bürger anderer EU-Staaten. Sie müssen am Wahltag mindestens 18 Jahre alt sein und seit mindestens zwei Monaten ihren Lebensmittelpunkt in der jeweiligen Kommune haben.
Damit dürfen mehr Menschen abstimmen als bei Landtags- oder Bundestagswahlen.
